Tanguy Nianzou konnte noch nicht viele Spielminuten im Trikot des FC Bayern sammeln.
Tanguy Nianzou konnte noch nicht viele Spielminuten im Trikot des FC Bayern sammeln.
Bild: augenklick/Frank Hoermann/SVEN S / Frank Hoermann/SVEN SIMON

PSG-Boss lästert über Bayern-Youngster – und blamiert sich

01.03.2021, 12:49

Tanguy Nianzou kam im vergangene Sommer mit reichlich Vorschusslorbeeren zum FC Bayern. Ex-Bundesligatrainer Ralf Ragnick adelte den Innenverteidiger sogar als besten Spieler in seiner Altersklasse auf der Position. Doch bisher ist die Bilanz ernüchternd: Nianzou stand für die Bayern bisher nur 21 Minuten auf dem Platz.

Der 18-jährige Innenverteidiger wechselte ablösefrei von Paris Saint-Germain nach München. "Tanguy hat mit uns in der Champions League gespielt und er hat fast ein Jahr bei Bayern München verbracht, ohne zu spielen", mokierte sich der PSG-Sportdirektor Leonardo Nascimento de Araújo über den Youngster am Donnerstag im französischen Radiosender "France Bleu Paris". Die Fans machen sich derweil über den 51-Jährigen lustig, denn er schien nicht gut vorbereitet zu sein. Der Grund, warum Nianzou nicht aufs Feld darf, ist einfach: Er ist verletzt.

"Nicht PSG verliert, sondern die Youngster, die PSG verlassen"
Leonardo über Nianzou

Seit seinem Wechsel von Paris nach München hatte Nianzou viel Pech. Erst fiel er zwei Monate mit einer Oberschenkelverletzung aus und danach weitere zwei Monate mit einem Muskelbündelriss. Dabei lobte ihn der Bayern Chef Karl-Heinz Rummenigge noch bei seiner Vorstellung: "Er ist ein sehr interessanter Spieler, der mehrere lukrative Angebote erhalten hat, insbesondere von RB Leipzig".

Im Vergleich: Nianzou kam in Paris während der Saison 2019/2020 auf insgesamt 905 Spielminuten. "Das Problem ist, zu denken, dass anderswo das Paradies ist. Es heißt: 'PSG hat einen Youngster verloren', aber manchmal denke ich, dass nicht PSG verliert, sondern die Youngster, die PSG verlassen", sagt Leonardo über den Abgang des Verteidigers. Das merke er daran, dass es eine Menge junge Spieler gebe, "die sich melden und zurückkommen wollen", erzählte der Sportdirektor.

Fans stellen dem Manager ein vernichtendes Zeugnis aus

Auf Twitter sind die Leser über die Hochnäsigkeit von Leonardo schockiert. Dort wird er teilweise schon als "schlechtester Manager" bezeichnet. Der Vorwurf, dass PSG starke Talente in der Jugendmannschaft hat, die aber kaum genutzt werden, fällt auch.

Manche bezichtigen den Sportdirektor, der ursprünglich aus Brasilien stammt, auch des Neides. "Er heult einfach ein Jahr später immer noch rum, aber angeblich ist es ihm ja egal", schreibt ein Nutzer auf Twitter.

Paris Saint-Germain liefert junge Spieler für die deutsche Bundesliga

Der Bayern-Newcomer ist nicht der einzige, der PSG verlassen hat, um in einem anderen Klub durchstarten zu wollen. Der 18-jährige Adil Aouchiche ist vor Saisonbeginn zur AS Saint-Étienne gewechselt – ebenfalls ohne Ablösesumme. Anders als Nianzou durfte er bei seinem neuen Verein schon 23 Spiele absolvieren.

Die deutsche Bundesliga profitiert von den Hoffnungen der PSG-Rookies. Im Jahr 2019 wechselte Moussa Diaby zu Bayer Leverkusen und Christiopher Nkunku zu RB Leipzig. Insgesamt wurden 28 Millionen Euro für den internationalen Transfer gezahlt, mittlerweile ist der Marktwert der beiden auf rund 71 Millionen gestiegen. Fünf der wertvollsten Spieler der Pariser Jugendmannschaft haben sich mittlerweile in der Bundesliga einen Namen gemacht.

(lfr)

Trotz vieler Spekulationen: Darum sagte dieser DFB-Star dem FC Bayern ab

Noch im vergangenen Jahr hielt sich kontinuierlich das Gerücht, dass es DFB-Star Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern ziehen könnte.

Die Münchner waren sehr an einer Verpflichtung des 24-Jährigen interessiert und Neuhaus vermied in den zurückliegenden Monaten ein klares Bekenntnis zur Borussia. Zumindest bis jetzt.

"Ich wollte irgendwann auch nicht mehr Stellung beziehen", sagt der zentrale Mittelfeldspieler in einem Interview mit der Rheinischen Post.

Zudem bekannte sich …

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