"Das kommt instinktiv, es ist ein natürlicher Reflex": Bayern-Star Kingsley Coman hat seine größte fußballerische Schwäche erklärt.
"Das kommt instinktiv, es ist ein natürlicher Reflex": Bayern-Star Kingsley Coman hat seine größte fußballerische Schwäche erklärt.bild: imago / Panoramic / POOL / UEFA

"Mitspieler machen Scherze": Bayern-Star erklärt seine kuriose Angst auf dem Fußballfeld

24.09.2020, 12:2924.09.2020, 12:47

Meisterschaft, DFB-Pokal, Champions League – und jetzt noch der europäische Supercup? Einen Monat nach dem Champions-League-Triumph in Lissabon streben die Bayern nach der vierten Trophäe.

Der Rekordmeister will beim umstrittenen Finale gegen Europa-League-Gewinner FC Sevilla im Corona-Risikogebiet Budapest am Donnerstagabend (21 Uhr) den nächsten internationalen Erfolg bejubeln und sich vom Triple- zum Quadruple-Sieger krönen.

Bis auf einen Star kann Bayern-Trainer Hansi Flick bei diesem Vorhaben personell aus dem Vollen schöpfen: Ausgerechnet Kingsley Coman, der mit seinem entscheidenden Kopfballtor beim 1:0 im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain den Königsklassen-Gewinn besiegelte, fehlt.

FC Bayern: Kingsley Coman fehlt beim Supercup-Finale

Goretzka und Gnabry (v.r.n.l.) bejubeln Kingsley Coman nach seinem Treffer im CL-Finale in Lissabon gegen Paris.
Goretzka und Gnabry (v.r.n.l.) bejubeln Kingsley Coman nach seinem Treffer im CL-Finale in Lissabon gegen Paris. Bild: Peter Schatz / Pool / imago images

Der Franzose befindet sich nach Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person aus seinem Umfeld derzeit in häuslicher Quarantäne.

In einem Interview auf der offiziellen Uefa-Webseite hat Coman nun seinen Endspieltreffer noch einmal Revue passieren lassen. Der 24-jährige Profi verriet dabei kurioserweise, dass er eigentlich Angst vor Kopfbällen hat:

"Der Ball kam zu mir und ich habe den Kopf hingehalten. Das ist nicht unbedingt meine Stärke und ich hatte sogar etwas Angst, als ich den Ball geköpft habe. Aber zum Glück ging er rein."
uefa.com

Coman: "Ich versuche immer, meine Augen offen zu halten"

Das klingt eher nach Kreisliga als nach Champions League – ein Fußballprofi, der Angst vor Kopfbällen hat? "Ja, immer", erklärt Coman. "Das hat sich nicht verändert. Man kann das auch auf den Bildern sehen. Beim Kopfball habe ich die Augen geschlossen." Und weiter: "Das kommt instinktiv, es ist ein natürlicher Reflex. Ich versuche immer, meine Augen offen zu halten, aber im letzten Moment habe ich immer diesen Reflex.

Hier das Beweisfoto:

Augen zu und durch! Kingsley Coman (r.) überwindet seine Angst und hält die Birne hin.
Augen zu und durch! Kingsley Coman (r.) überwindet seine Angst und hält die Birne hin.Bild: Peter Schatz / Pool / imago images

Von seinen Teamkollegen beim FC Bayern, die seine Augen-zu-und-durch-Kopfballtechnik aus dem Training kennen, musste sich der Flügelstürmer nach dem Finale natürlich ein paar Sprüche gefallen lassen.

"Ja, jeder hat einen Spruch abgelassen!", sagt Coman auf der Uefa-Webseite. "Am Tag vor dem Spiel haben wir Abschlüsse und Kopfbälle trainiert und ich habe keinen einzigen Kopfball verwandelt. Es ist halt so, dass ich bei Kopfbällen Angst habe und die Mitspieler darüber Scherze machen. Das passiert regelmäßig. Also hat mich jeder ein wenig auf den Arm genommen, aber es war total positiv."

Das unverhoffte Kopfballungeheuer Coman ist indes überzeugt, dass seine Kollegen auch ohne ihn den vierten Titel im Jahr 2020 gewinnen werden: "Ich glaube fest daran, dass wir die Partie gewinnen können, wenn wir gut drauf sind und die richtige Einstellung zeigen."

(as/mit Material von dpa)

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