04.10.2022, Hessen, Frankfurt/Main: Fu
Ansgar Knauff ist noch bis zum Sommer an Eintracht Frankfurt verliehen.Bild: dpa / Arne Dedert
Bundesliga

BVB erhöht Druck auf Eintracht Frankfurt – wegen Ansgar Knauff

02.01.2023, 17:28

Das Jahr 2022 war für Ansgar Knauff ein verrücktes. Im positiven Sinne. Der 20-Jährige wechselte vor einem Jahr per Leihgeschäft zu Eintracht Frankfurt, weil er bei Borussia Dortmund nicht so richtig vom Fleck kam. Es war ein Sprung, der sich gelohnt hat. Für ihn, aber auch für die SGE.

Knauff wurde in der Rückrunde der Vorsaison auf Anhieb Stammspieler, war auf der rechten Seite das Pendant des damals noch so wichtigen Filip Kostić. Der Youngster spielte sich in die Stammformation und die Herzen der Fans, überzeugte auf ganzer Linie und krönte seinen Einstand mit dem Gewinn der Europa League im Finale von Sevilla.

In der laufenden Saison hatte Knauff zuerst Probleme, seinen Platz in der Startelf der Eintracht wiederzufinden. Zum einen, weil die Frankfurter den Kader noch breiter aufgestellt hatten, zum anderen wegen Verletzungssorgen. Doch im Spätherbst war einmal mehr nicht zu übersehen, wie viel Potenzial in dem Spieler steckt. Weshalb es nicht verwunderlich ist, dass die Eintracht aus der Leihe gerne einen festen Vertrag machen würde. Doch das wird nicht einfach werden.

Schon seit dem Sommer ist Knauff wieder ein größeres Thema bei seinem Stammverein Borussia Dortmund. Und jetzt erhöht der BVB den Druck auf den Kontrahenten, indem bekannt wird, wie man mit Knauff verfahren könnte. Wie die "Ruhr Nachrichten" berichten, soll der Plan stehen: Die Verantwortlichen wollen ihn demnach zurückholen, um den Druck auf Donyell Malen und Karim Adeyemi zu vergrößern. Darüber hinaus habe man ihm klargemacht, wie man mit ihm plane. Und in der Kurzzusammenfassung wurde ihm gesagt: Komm zurück, dann spielst du auch mehr als vor deinem Wechsel.

Ansgar Knauff: Vertrag nur noch bis 2024

Gleichzeitig besitzt Knauff nur noch einen Vertrag bis 2024. Soll heißen: Wechselt er zurück zum BVB und spielt dann doch keine große Rolle, ist er ein Jahr später ablösefrei weg. Das können die Dortmunder nicht wollen. Der Bundesligist soll demnach bemüht sein, den Kontrakt möglichst bald, optimalerweise zu besseren Bezügen, zu verlängern. Und an dieser Stelle kommt wieder Eintracht Frankfurt ins Spiel.

Denn: Die Eintracht soll ihrerseits ebenfalls ein Angebot auf den Tisch gelegt haben, das Knauff nicht nur Wertschätzung entgegenbringt, sondern ihm auch eine dauerhafte Perspektive bietet. Sollte Knauff einschlagen, stellt sich die Frage, wie viele Millionen die Eintracht nach Dortmund überweisen müsste. "Die mögliche Ablösesumme schwankt je nach Medium zwischen acht und 15 Millionen Euro. Die Wahrheit wird am Ende wie so oft wohl in der Mitte liegen", schreibt die "Hessenschau".

Diesen Betrag könnten die Frankfurter, ausgestattet durch einige Zusatzmillionen aus der Champions League und mit der Perspektive einer erneuten Europapokalqualifikation in der kommenden Saison im Rücken, definitiv stemmen.

Ist nur noch eine Frage ungeklärt: Was will eigentlich Ansgar Knauff? Der postete auf Instagram jüngst ein Video mit dem Hashtag #knauff2023:

Im Video zu sehen: Knauffs formidables Jahr bei der Eintracht in der Zusammenfassung. In den Kommentaren türmten sich Beiträge von Frankfurt-Fans, die ihn baten, zu bleiben. Ausgeschlossen scheint das nicht. Am Ende ist wohl die Frage, wer das für ihn optimale Paket aus Gehalt, Spielzeitgarantie und Perspektive bietet. Das Tauziehen hat endgültig begonnen.

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