Verabschiedung von David Alaba #27 (FC Bayern Muenchen), FC Bayern Muenchen vs. FC Augsburg, 1. Bundesliga, 34. Spieltag, 22.05.2021, Foto: Christian Kolbert/kolbert-press/Pool via Sascha Walther/EIBNER-PRESSEFOTO - Editorial Use ONLY - DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video - National and International News Agencies OUT

Nach 13 Jahren beim deutsche Rekordmeister wurde David Alaba im Sommer verabschiedet. Bildagentur kolbert-press / kolbert-press/Christian Kolbert

"Jetzt ist Schluss": Bayern-Präsident Hainer verrät, wie die Verhandlungen mit Alaba abliefen

Die Sommerpause zur neuen Saison will der FC Bayern zur Neuausrichtung der Mannschaft nutzen. Zum Ende der vergangenen Saison haben sich neben Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auch Cheftrainer Hansi Flick und einige Stammspieler aus dem Klub verabschiedet.

Langjährige Stars, die stellvertretend für eine sehr erfolgreiche Ära beim deutschen Rekordmeister stehen, wie David Alaba, Jérôme Boateng oder Javi Martinez spielen in der kommenden Saison nicht mehr beim Rekordmeister.

Mit dem neuen Chefcoach Julian Nagelsmann will der Verein aber auch ohne weitere große Neuzugänge eine erfolgreiche Spielzeit gestalten. Es gehe darum, dass "wir wegen der Corona-Krise auf Sicht fahren und schauen müssen, dass wir das gut überstehen. Wir werden das Gehaltsgefüge nicht sprengen", erklärt Bayern-Präsident Herbert Hainer.

Verein musste seine Strategie festlegen

Im Gespräch mit "Münchner Merkur" und der "tz" kritisiert der Präsident das Verhalten vieler Spielerberater in der Corona-Zeit. Gehe es um Verhandlungen für ihre Klienten, hätten viele Spielerberater keinen Sinn für potenzielle finanzielle Engpässe, die die meisten Bundesligavereine aktuell durchstehen müssen. "Ich habe bei den Beratern noch kein großes Umdenken bemerkt", sagte Hainer. Ein Beispiel, das vielen Fußballfans noch im Kopf geblieben ist, ist David Alaba.

Mitten im Coronawinter führten die Müchner mit ihrem langjährigen Defensiv-Star Alaba Verhandlungen über eine mögliche Vertragsverlängerung. Die Vorstellungen waren unterschiedlich, die Fronten verhärtet. Über Alaba-Berater Pini Zahavi sprach Ehrenpräsident Uli Hoeneß bei "Sport1" von einem "geldgierigen Piranha".

MUNICH, GERMANY - JULY 05: New CEO of FC Bayern Muenchen Oliver Kahn (C) and president of FC Bayern Muenchen Herbert Hainer (R) address a video press conference at Allianz Arena on July 05, 2021 in Munich, Germany. From July 1, 2021, former goalkeeper Oliver Kahn took over from Karl-Heinz Rummenigge as CEO of FC Bayern Muenchen Photo by Sebastian Widmann/Getty Images/Pool/Pressefoto Rudel *** Local Caption *** MUNICH, GERMANY - JULY 05: FC Bayern Muenchen president Herbert Hainer addresses a video press conference at Allianz Arena on July 05, 2021 in Munich, Germany. From July 1, 2021, former goalkeeper Oliver Kahn took over from Karl-Heinz Rummenigge as CEO of FC Bayern Muenchen. (Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)

Bayern-Präsident Herbert Hainer Bild: Getty Images Europe/Pool/Pressef / Sebastian Widmann/Pool/Pressefot

Im Februar stand Alabas Abschied fest

Noch im November 2020 erzählte Präsident Hainer bei "Blickpuntk Sport", dass Alaba ein sehr gutes Angebot abgelehnt hätte. Dies zog der FC Bayern dann auch wenig später offiziell zurück. Herbert Hainer beschreibt: "Wir haben als Verein irgendwann gesagt: So, jetzt ist Schluss. Jetzt wollen wir nicht mehr." Im Februar gab der Österreicher dann endgültig seinen Abschied bekannt. Nach 13 Jahren im Trikot des FC Bayern wird er in der kommenden Saison für Real Madrid auflaufen.

Im Gegensatz zu vielen Topteams der internationalen Konkurrenz zieht es der Bundesliga-Klub vor, weniger Geld für neue Transfers auszugeben, anstatt sich in einer Zeit der Ungewissheit hoch zu verschulden. "Wir haben damit ein klares Signal gesendet. Der FC Bayern wird seinen Pfad der wirtschaftlichen Stabilität nicht verlassen. Das kann ich Ihnen versprechen", erklärt der Bayern-Präsident.

(vdv)

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