Sport
Bundesliga

FC Bayern: Willy Sagnol findet FCB-Probleme gut – "Beste, was passieren konnte"

Willy SAGNOL (Interims Trainer FCB) allein auf dem Platz mit Stopuhr,Einzelbild,Freisteller, Ganzkoerperaufnahme,ganze Figur. Training FC Bayern Muenchen. Fussball 1.Bundesliga,1.Liga ,am 04.10.2017.
Willy Sagnol war bereits als Spieler sowie als Interimstrainer beim FC Bayern tätig.Bild: imago images / Sven Simon
Bundesliga

FC Bayern: Ex-Star freut sich über FCB-Probleme – "Beste, was passieren konnte"

09.04.2024, 12:36
Mehr «Sport»

Der FC Bayern spielt eine außergewöhnliche Saison, allerdings nicht wirklich im positiven Sinne. Nach elf Meisterschaften in Folge werden die Münchener in dieser Saison krachend an der erneuten Titelverteidigung scheitern, Bayer Leverkusen kann sich den Titel schon am kommenden Wochenende sichern.

Da der FCB zuvor bereits das Supercup-Spiel verloren hat (0:3 gegen Leipzig) sowie frühzeitig im DFB-Pokal gescheitert ist (1:2 gegen Saarbrücken), droht dem Verein gar ein gänzlich titelloses Jahr. Als einzige Hoffnung bleibt noch die Champions League, mit dem FC Arsenal wartet im Viertelfinale aber das womöglich formstärkste Team Europas.

Watson ist jetzt auf Whatsapp
Jetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich hier auf Whatsapp mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag – kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du möchtest lieber auf Instagram informiert werden? Hier findest du unseren Broadcast-Channel.

Scheitern die Bayern auch an den Gunners oder im weiteren Verlaufe der Königsklasse, im Halbfinale würde es gegen Real Madrid oder Manchester City gehen, so wäre es die erste titellose Saison sei der Spielzeit 2011/12.

Ein Umbruch ist im Sommer aber auch unabhängig vom Abschneiden in der Königsklasse notwendig. Darum weiß die Vereinsführung, weshalb sie sich zum Sommer von Thomas Tuchel trennt. Wer die Mannschaft dann wieder in eine erfolgreichere Zeit führen soll, ist noch offen.

Willy Sagnol erwartet starke Reaktion vom FC Bayern

Auch hinter der konkreten Struktur des Kaders stehen noch zahlreiche Fragezeichen. Verlängern Alphonso Davies und Leroy Sané? Muss der Klub beide Stars verkaufen? Wie geht es mit designierten Führungsspielern wie Joshua Kimmich und Leon Goretzka weiter? Sportvorstand Max Eberl hat allerhand zu tun.

Willy Sagnol, einst neun Jahre als Spieler und später auch mal für eine Partie als Interimstrainer beim FC Bayern tätig, ist aber guter Dinge, dass der Umbruch in München gelingen wird. "Ich gehe davon aus, dass Bayern in der nächsten Saison wieder ganz oben stehen wird", erklärte er bei einem EM-Workshop mit allem 24 Teilnehmerländern in Düsseldorf.

Der frühere Verteidiger wird im Sommer ebenfalls in Deutschland dabei sein, der Nationaltrainer Georgiens hat er die kleine Nation aus dem Kaukasus erstmals zur Endrunde geführt.

Sagnol erklärt: Darum wird Bayern von dieser Saison profitieren

Mit Blick auf seinen Ex-Klub tätigte Sagnol eine überraschende Aussage. "Die Meisterschaft zu verlieren und die Schwierigkeiten im Saisonverlauf sind das Beste, was München passieren konnte", freute er sich über die großen Probleme der Bayern.

Eine plausible Erklärung dafür schob der Franzose zugleich hinterher: "Das zwingt zu Überlegungen, was falsch gelaufen und was zu ändern ist – und wenn sich die Bayern zu Veränderungen entschließen, führt das in der Regel zu positiven Entwicklungen."

Der Sommer 2012, also das Ende der letzten titellosen Saison, dient dabei als erstklassiges Argument. Die Bayern holten damals unter anderem Dante, Javi Martínez und Mario Mandžukić, alle drei wurden Leistungsträger. Der Klub schlug stärker denn je zurück, gewann unter Jupp Heynckes das Triple.

"Vielleicht braucht München neue Spieler mit neuer Motivation", mutmaßte Sagnol. Fraglich ist aber zumindest, ob für den ganz großen Wurf in der kommenden Saison, wenn das Finale der Champions League in München steigt, nur drei Neue reichen.

FC Bayern: Thomas Tuchel bekommt Mega-Abfindung – Zukunft weiter offen

Noch bis Freitagmittag gab es zahlreiche Spekulationen und immer wieder neue Updates zu möglichen Details, dann wurde Thomas Tuchel deutlich. "Wir haben keine Einigung gefunden für eine weitere Zusammenarbeit, und deshalb bleibt es bei der Vereinbarung aus dem Februar", sagt er am Freitag vor der 2:4-Niederlage am letzten Spieltag gegen die TSG Hoffenheim.

Zur Story