
Ein früherer BVB-Spieler könnte sich dem FC Bayern anschließen. Bild: imago sportfotodienst / Thomas Bielefeld
Bundesliga
Die Personalprobleme beim FC Bayern München entwickeln sich allmählich zur Farce. Thomas Tuchel monierte bereits nach Ablauf des Transferfensters im Sommer, der Kader sei "ein bisschen dünn". Zwar hätte er insgesamt eine gute Mannschaft, die aber "auf manchen Positionen ein bisschen mutig" sei.
Nach sieben Spieltagen in der Bundesliga lautet das Zwischenfazit: Der Mut wurde nicht belohnt. Gerade in der Innenverteidigung hatten die Bayern im Laufe der Saison bereits mehrfach Probleme. Im DFB-Pokalspiel gegen Preußen Münster fielen mit Mathijs de Ligt, Min-jae Kim und Dayot Upamecano beispielsweise alle zentralen Abwehrspieler auf einen Schlag aus. Und die Lage wurde nicht besser.
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Die Münchner Verantwortlichen standen sogar bereits kurz davor, mit Jérôme Boateng ihren Kader in der Defensive aufzustocken, nahmen davon dann aber doch Abstand. Die Begründungen variierten, ursprünglich sprach der Verein davon, die Personallage habe sich beruhigt, wenig später gestand unter anderem Sportdirektor Christoph Freund ein, es sei bei der Entscheidung nicht nur um sportliche Aspekte gegangen, droht dem Innenverteidiger doch eine Neuauflage des Prozesses wegen Körperverletzung.
FC Bayern: Ex-BVB-Spieler wartet auf Anruf aus München
Die Gesamtsituation schien kurzfristig beruhigt, bis sich Upamecano in der Partie gegen den SC Freiburg erneut verletzte und voraussichtlich zwischen vier und sechs Wochen ausfallen wird. Wie "Sky" berichtet, hat sich ein ehemaliger Spieler von Borussia Dortmund nun offensiv für die Rolle als Lückenfüller in Stellung gebracht.
Demnach hoffe Sokratis Papastathopoulos, der zwischen 2013 und 2018 beim BVB in der Innenverteidigung spielte, derzeit auf einen Anruf aus München. In der vergangenen Saison spielte Sokratis noch beim griechischen Erstligisten Olympiakos Piräus, seit Juli dieses Jahres ist er vereinslos. Seine Karriere scheint er aber noch nicht beenden zu wollen.

In Dortmund trainierte Sokratis bereits unter dem derzeitigen Bayern-Trainer Thomas Tuchel. Bild: dpa / Bernd Thissen
Erst in der vergangenen Woche habe der 35-Jährige "Sky" zufolge Betis Sevilla eine Absage erteilt, um sich zunächst weitere Optionen offenzuhalten. Es sei gut möglich, dass eine Entscheidung des FC Bayern für oder gegen eine Verpflichtung von Sokratis noch im Laufe dieser Woche fallen werde.
FC Bayern: viele Verpflichtungen aus Dortmund
Der FC Bayern hat bereits in der Vergangenheit häufiger Spieler von Borussia Dortmund verpflichtet – in der Regel allerdings unmittelbar vom Konkurrenten. Das hatte mal mehr und mal weniger Erfolg, manch einer hat den Münchnern dabei sogar Kalkül unterstellt, regelmäßig die besten Spieler des Rivalen loszueisen.
Robert Lewandowski, Mats Hummels, Mario Götze und zuletzt Raphaël Guerreiro – sie alle wechselten aus dem Ruhrgebiet in die bayerische Landeshauptstadt. Sokratis könnte – diesmal über Umwege – der nächste sein.
Für Niko Kovač hätte es zum Start beim BVB sicherlich ein einfacheres Programm geben können. Seine Premiere auf der Bank der Dortmunder feiert er am Samstag mit einem Heimspiel gegen den kriselnden VfB Stuttgart. Bereits drei Tage später geht es in den Play-offs der Champions League in Lissabon gegen Sporting.