02.04.2022, Fussball 1. Bundesliga 2021/2022, 28. Spieltag, SC Freiburg - FC Bayern M
4:1 gewann der FC Bayern am 2. April gegen den SC Freiburg – wobei der Wechselfehler für die meiste Aufregung sorgte. Eine kurze Zeit hatten die Bayern einen Mann zu viel auf dem Platz. Bild: imago images / imago images
Bundesliga

Nach Wechselfehler: DFB-Sportgericht weist Freiburger-Einspruch zurück – Nagelsmann reagiert

08.04.2022, 17:26

Der 4:1-Erfolg von Spitzenreiter Bayern München gegen den SC Freiburg hat trotz des Wechselfehlers auch nach juristischer Prüfung Bestand. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies den Einspruch der Breisgauer am Freitag ab.

Gemäß Urteilsbegründung könne der schuldhafte Einsatz eines nicht einsatzberechtigten Spielers nicht den Bayern angelastet werden, sondern gehe auf ein "schuldhaftes Fehlverhalten" des Schiedsrichters zurück.

Gegen die Entscheidung des Einzelrichters hätte der SC innerhalb eines Werktags Einspruch beim DFB-Sportgericht einlegen können. Der Klub teilte aber mittlerweile schon mit, dass er das Urteil akzeptiert.

Auf das Urteil und den damit verbundenen Vorsprung von neun Punkten angesprochen, äußerte sich auch Bayern-Trainer Julian Nagelsmann auf der Spieltagspressekonferenz vor der Partie gegen den FC Augsburg. Demnach "freue" er sich darüber, "dass wir die Punkte behalten". Weil Dortmund am Wochenende das Top-Spiel gegen Leipzig 1:4 verlor, haben die Münchner nun neun Punkte Vorsprung im Rennen um die Meisterschaft.

Nagelsmann sprach zusätzlich noch über sein Verhältnis zu Freiburg-Trainer Christian Streich im Zuge des Einspruchs gegen die Spielwertung: "Ich bin in keinster Weise enttäuscht von Freiburg, Christian Streich oder Jochen Saier oder sonst wem. Ich habe meine Meinung kundgetan, aber es muss einiges über das Berufliche hinaus passieren, damit ich enttäuscht bin. Ich finde Christian Streich immer noch herausragend als Typen und Trainer. Daran hat das Anfechten nichts geändert."

Vorher hatte Nagelsmann aber grundsätzlich kritisiert, dass sich der SC dazu entschlossen hat, Einspruch gegen die Spielwertung einzulegen. Zu Beginn der Woche hatte der 34-Jährige über das juristische Vorgehen noch gesagt, dass er nicht verstehen könne, "warum Freiburg das macht". Er fügte auch hinzu: "Ich hätte es nicht gemacht, weil du einen Fehler eines Dritten ausnutzt. Freiburg hätte in diesen 18 Sekunden keine zwei Tore geschossen."

Außerdem sagte er noch: "Ich weiß nicht, ob du dir auf die Schulter klopfen kannst, solltest du international spielen aufgrund von drei Punkten, die du sportlich de facto nicht gewonnen hast. Ich wäre da nicht so glücklich." Spätestens mit dem Urteil des DFB-Sportgerichts sind die drei Punkte für Freiburg nicht mehr möglich.

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(andi/stu/sid)

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