30.10.2022, Fussball, Saison 2022/2023, 1. Bundesliga, 12. Spieltag, FC Schalke 04 - SC Freiburg, Ralf F
Geht es nach seinem Verein, isst Schalke-Torwart Ralf Fährmann in der Kabine zu viel Kuchen. Bild: IMAGO/RHR-Foto
Bundesliga

Nach Kuchen-Eklat auf Schalke: Torhüter Ralf Fährmann äußert sich zur Kritik

16.11.2022, 18:04

Der langjährige Schalke-Keeper Ralf Fährmann spielt bei S04 sportlich aktuell keine Rolle. Trotz seiner 267 Pflichtspiele für die Gelsenkirchener muss er sich hinter Stammkeeper Alexander Schwolow einreihen. Schon in der vergangenen Zweitliga-Saison stand meist nicht Fährmann, sondern der inzwischen nach Bielefeld abgewanderte Martin Fraisl zwischen den Pfosten.

Obwohl er hauptsächlich auf der Bank sitzt, gibt sich der 34-jährige Fährmann kämpferisch. "Ich warte auf eine faire Chance, um zu zeigen, was in mir steckt", sagt er im Interview mit "Sport Bild". Und weiter: "Ich glaube, ich bin für diese Mannschaft noch sehr wichtig." Mit seiner Erfahrung könne er dem Team helfen und die Mannschaft heiß machen, ist der Torwart überzeugt.

In der Diskussion um Fährmanns sportlichen Bedeutungsverlust spielte zuletzt auch immer wieder das Thema Kuchen eine Rolle. Sportvorstand Peter Knäbel soll dem Keeper vorgehalten haben, dass der Verein seinen Kuchen-Konsum rund um die Spiele kritisch sehe.

Fährmann bezieht Stellung zu "Kuchengate"

"Es ist so: Bei uns in der Kabine steht Kuchen, genau wie Power-Riegel oder auch ein Obstkorb", erklärt Fährmann. Zu den kursierenden Gerüchten um seinen großen Kuchen-Hunger sagt der Schalker ganz diplomatisch: "Ich habe dieses Angebot angenommen und versucht, damit professionell umzugehen." Er werde in Zukunft aber keinen Kuchen mehr essen.

Er sei zwar fit und ernähre sich im Alltag bewusst und sehr gesund, nehme aber – so wie viele andere Profis auch – rund um die Spiele durchaus Süßes zu sich, um den Zuckerspiegel im Blut oben zu halten. "Ich nehme die Kritik aber an – und werde bei der Ernährung bei den Spielen nun umsteigen."

Fährmann will Schalke die Treue halten

Spekulationen, nach denen die Vereinsverantwortlichen ihn für nicht mental gefestigt genug halten, um nochmal für den kriselnden Klub aufzulaufen, trat der Torwart entschieden entgegen. "Allein, dass ich im Normalfall an jedem Wochenende auf der Bank sitze und jederzeit bereit bin zu spielen – damit hat sich die Frage für mich erledigt." Wegen der vielen Hochs und Tiefs, durch die er mit dem Verein gegangen ist, sei er sehr gefestigt, sagt Fährmann.

Mindestens bis zum Ende seines Vertrages 2025 will er seinem langjährigen Klub erhalten bleiben, beteuert der Keeper. Nach seiner Zeit als Profi kommt für ihn zudem eine Funktionärsstelle bei Schalke infrage. "Ich glaube, dass ich diesem Verein viel geben kann – auch über meine aktive Karriere hinaus."

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