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Freudenstimmung bei den Dortmundern um Haaland, Nummer 19. (Symbolbild)Bild: Kevin Voigt/Jan Huebner/imago images
Bundesliga

Endlich übersichtlich: So seht ihr ab 2021 die Bundesliga im Fernsehen

24.06.2020, 09:4424.06.2020, 10:05

Bei der Auktion der Medienrechte durch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) sind für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 insgesamt 4,4 Milliarden Euro erlöst worden. Die Sender und Streaming-Anbieter zahlen damit rund 240 Millionen Euro weniger an die 36 Profiklubs als in dem aktuellen bis Juni 2021 laufenden TV-Vertrag. Das gab die DFL unter Führung von Geschäftsführer Christian Seifert am Montag bekannt.

Der Verkauf der Medienrechte ist die wichtigste Aufgabe der DFL. Seifert sprach vor dem Hintergrund der Corona-Krise von einem "ordentlichen Ergebnis", das sich sehen lassen könne. "Das ist immer noch sehr viel Geld."

Fußballfans müssen sich nach der nächsten Saison nur wenig umstellen. Der Pay-TV-Sender Sky, der Streaming-Dienst DAZN sowie ARD und ZDF bleiben auch von 2021 bis 2025 zentrale Partner der Fußball-Bundesliga. Alle Spiele und alle Tore gibt es mit zwei Abos. Sky zeigt 200 Live-Spiele und die Konferenzen, DAZN zeigt 106 sowie die Highlights der Partien. Die Zusammenfassungen aller Bundesligaspiele laufen aber auch weiterhin in der ARD-"Sportschau" und im ZDF-"Sportstudio".

Wir erklären euch, bei welchem Sender ab der Bundesliga-Saison 2021/22 was läuft

Sky hat sich die Rechtepakete A (Bundesliga-Konferenz am Samstagnachmittag), B (Bundesliga-Einzelspiele am Samstagnachmittag) und C (Bundesliga-Spiele Samstag 18.30 Uhr) gesichert.

  • Das heißt: Sky zeigt wie gewohnt die Bundesliga-Konferenzen am Samstagnachmittag, die Einzelspiele und das Topspiel am Samstagabend.
  • Außerdem laufen alle Abendpartien am Dienstag und Mittwoch in Englischen Wochen auf dem Pay-TV-Sender – als Einzelspiele und in der Konferenz.
  • Hinzu kommen die Relegation zwischen Bundesliga und zweiter Liga sowie der Supercup vor Saisonbeginn.

DAZN bekam den Zuschlag für das Rechtepaket D (Bundesliga am Freitag und Sonntag).

  • Bedeutet: DAZN zeigt weiterhin das Freitagsspiel der Bundesliga.
  • Der Streamingdienst sicherte sich dazu die Sonntagsspiele der Bundesliga. Die Partien werden sonntags künftig um 15.30 Uhr, 17.30 Uhr und zehnmal um 19.30 Uhr angepfiffen. Die 19.30-Uhr-Partien ersetzen die Montagsspiele und die Spiele, die bislang am Sonntag um 13.30 Uhr stattfanden.

Auch Sat.1 sicherte sich etwas überraschend TV-Rechte an der Bundesliga, genau gesagt das Rechtepaket E (Neun Free-TV-Spiele pro Saison).

  • Auf dem Sender laufen künftig neun Spiele im Free-TV.
  • Das sind diejenigen Partien, die aktuell noch das ZDF übertragen darf: der Supercup, die Freitagsspiele der Bundesliga am 1., 17. und 18. Spieltag; die vier Relegationsspiele zwischen 1. und 2. Bundesliga sowie das Auftaktspiel der 2. Bundesliga.

Das Rechtepaket F (2. Bundesliga Live-Spiele) bleibt beim Sender Sky.

  • Alle Einzelspiele der 2. Bundesliga sowie die Konferenzen laufen auch ab der übernächsten Saison wie gewohnt beim Pay-TV-Sender Sky.

Das Rechtepaket G (2. Bundesliga Live-Spiele Samstag 20.30 Uhr) geht an Sky und Sport1.

  • Damit bekommt das Topspiel der 2. Bundesliga einen neuen Wochentag (bisher Montag) und es kehrt durch den Rechte-Erwerb durch Sport1 ins Free-TV zurück.
Spiele der 1. Bundesliga wie von Bayern München werden auch weiterhin in der "Sportschau" zu sehen sein.
Spiele der 1. Bundesliga wie von Bayern München werden auch weiterhin in der "Sportschau" zu sehen sein. Bild: sampics / imago images / stefan matzke

Das Rechtepaket H (Zweitliga-Highlights Freitag/Sonntag) verlor Sky an die ARD.

  • Die Zusammenfassungen der Zweitliga-Partien werden also in Zukunft am Freitagabend (22.30 bis 0 Uhr) und am Sonntagabend (18.45 Uhr bis 21.15 Uhr) im frei empfangbaren Fernsehen laufen.

Die Rechtepakete I und J (Bundesliga/Zweitliga-Highlights Samstag) sicherten sich die ARD beziehungsweise das ZDF.

  • Das heißt, dass die öffentlich-rechtlichen Traditionssendungen "Sportschau" (ARD) am frühen und "Das Aktuelle Sportstudio" (ZDF) am späten Samstagabend erhalten bleiben.

Der Sender Sport1 sicherte sich außerdem das Rechtepaket K (Bundesliga-Highlights Sonntagvormittag).

  • Sport1 darf also weiterhin zwischen sechs und fünfzehn Uhr Bundesliga-Zusammenfassungen ausstrahlen. Damit kann der Sender auch in der Talkshow "Doppelpass" Spielszenen einblenden.

Das Rechtepaket L (Bundesliga-Highlights Sonntagabend) bleibt bei der ARD.

  • Zwischen 21.45 und 0 Uhr dürfen die Regionalsender wie WDR, NDR oder SWR die Highlights der Sonntagsspiele im Free-TV ausstrahlen.
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Amos Pieper und Arminia Bielefeld jubeln künftig in der 1. Bundesliga.Bild: imago images/pmk

Der Axel-Springer-Verlag bekommt das Rechtepaket M (Bundesliga Pay-Highlight-Clips)

  • Wer einen Zugang zu den Pay-Angeboten "Bild Plus" oder "Welt Plus" hat, kann sich online Highlight-Videos der Bundesligaspiele direkt nach Abpfiff ansehen.

Das Rechtepaket N (Bundesliga Free-Highlight-Clips) verkaufte die DFL and ARD, ZDF, Sport1

  • Dieses Paket berechtigt die drei Free-TV-Sender, die Zusammenfassungen aller Bundesligaspiele jeweils ab 0 Uhr in der Nacht von Sonntag auf Montag online zu zeigen.

Amazon hält sich zurück – ARD erwirbt beide Audio-Rechtepakete

Der im Vorfeld als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Onlinehändler Amazon hat sich wie die Telekom zurückgehalten und keines der insgesamt sieben audiovisuellen Live-Rechtepakete gekauft.

Außerdem veräußerte die DFL zwei Audio-Rechtepakete an die ARD: Die Pakete Audio Broadcast und Audio Netcast gingen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunkverbund. Das bedeutet, dass die ARD ab der Saison 2021/22 sowohl die UKW- als auch Web-/Mobile-Rechte an der Bundesliga hat. Bisher besaßen die ARD-Radiosender nur das UKW-Rechtepaket, was die traditionsreiche Bundesliga-Konferenz im Radio ermöglicht.

Künftig kann die ARD auch Live-Audio-Reportagen aller Spiel der ersten beiden Profiligen in voller Länge über die digitalen Verbreitungswege anbieten. Momentan hält noch Amazon dieses Paket. Über den Dienst "Prime Music" kann man als Kunde dort alle Spiele der 1. und 2. Liga live hören. Der US-Konzern hatte diese Rechte zur Saison 2017/18 erworben.

(as/mit Material von dpa/sid/reuters)

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