Bayern-Trainer Julian Nagelsmann kann erst in der Rückrunde wieder mit Joshua Kimmich planen.
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann kann erst in der Rückrunde wieder mit Joshua Kimmich planen.bild: youtube.com/fcbayern/screenshot watson
Bundesliga

"Wäre auch frustriert": Bayern-Coach Nagelsmann gibt Update zu Kimmich

11.12.2021, 12:04

Trotz der aktuellen Corona-Situation um Joshua Kimmich war Julian Nagelsmann zu Scherzen aufgelegt. Leon Goretzka falle mit Schmerzen an der "Paellasehne" für das Spiel gegen Mainz 05 am Samstag aus. "Ne, an der Patellasehne", korrigierte der Bayern-Coach auf der Pressekonferenz am Freitagmittag.

Dass Goretzkas Mittelfeld-Kollege Joshua Kimmich den Münchnern nach "leichten Infiltrationen in der Lunge" nach seiner Corona-Infektion für die restliche Hinrunde fehlen wird, ist aber weiterhin das bestimmende Thema rund um den Klub.

"Die Infiltrationen sind aber nicht so dramatisch, dass Folgeschäden auftreten werden. Ich mache mir keine Sorgen, das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", erzählte der Bayern-Coach und machte deutlich, wie es für Kimmich und Eric Maxim Choupo-Moting, der ebenfalls leichte Infiltrationen hat, weitergehen wird.

Nagelsmann geht von Rückkehr zur Rückrunde aus

"Beide werden zehn Tage unter geringer Belastung regenerativ ein bisschen was machen, aber keine große Belastung für Herz und Körper", machte der Bayern-Trainer deutlich.

Der normale Weg sei, dass die Infiltrationen nach zehn Tagen verschwunden sind und sie "dann ganz normal zur Rückrunde wieder bei der Mannschaft sind."

Sportmediziner Robert Margerie hatte im Gespräch mit watson erklärt, dass die Infiltration für einen schwereren Corona-Verlauf bei Kimmich sprechen würden. Nagelsmann erzählte hingegen, dass Kimmich keine schwerwiegenden Symptome gehabt haben soll. Gleichzeitig zeigte sich der Sportmediziner nicht so optimistisch, ob Kimmich wirklich zum Rückrundenstart am 7. Januar wieder mit hundertprozentiger Leistungsfähigkeit auf dem Platz stehen kann.

Nagelsmann kann Kimmich verstehen

Mittlerweile fehlt Kimmich den Münchnern fünfeinhalb Wochen aufgrund von Quarantäne und Infektion. "Er ist psychisch stabil, aber wenn du nichts machen darfst, wirst du ein bisschen ungeduldig. Ich wäre auch ein bisschen frustriert", versuchte sich der Coach in die Lage seines Schützlings zu versetzen.

Dennoch seien die Diskussionen um den ungeimpften Nationalspieler in den vergangenen Wochen nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. "Er hat eine Entscheidung getroffen, die man akzeptieren muss. Und vielleicht ist es auch ein Lerneffekt aus der Situation, dass man Meinungen zulässt und nicht sofort über die Menschen drüberfährt", sagte der Bayern-Coach abschließend.

Schließlich schickte er eine Art Kampfansage in Richtung Konkurrenz: "Ich freue mich, wenn er wieder da ist. Seine Motivationslage wird um ein Vielfaches höher sein als eh schon."

Lohnfortzahlungen unklar

Unklar ist hingegen, ob die Münchner Choupo-Moting und Kimmich weiterhin ihr Gehalt bezahlen. Denn in Bayern gilt seit dem 1. November die Regelung, dass uneimpfte Angestellte keinen Anspruch auf einen quarantänebedingten Verdienstausfall haben.

"Das muss der Klub mit den Spielern ausmachen. Ich habe auch nicht nachgefragt, wie die Regelung jetzt ist. Gott sei Dank ist das nicht meine Baustelle", sagte Nagelsmann mit einem Lachen.

(lgr)

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