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Niklas Süle, hier noch im Trikot von Bayern München.Bild: ap / Matthias Schrader

BVB: Süle tritt gegen FC Bayern nach – "nicht immer respektiert"

04.07.2022, 09:09

Für Niklas Süle beginnt in der kommenden Saison ein neues, aufregendes Kapitel seiner Karriere: Nach fünf Jahren bei Bayern München wechselt der deutsche Nationalspieler zum großen Rivalen Borussia Dortmund. In seinem ersten Interview mit dem BVB trat Süle jetzt gegen seinen alten Arbeitgeber nach.

Denn die Trennung vom FC Bayern verlief keinesfalls reibungslos: Verein und Spieler stichelten immer wieder gegeneinander. Süle fühlte sich nicht wertgeschätzt, während die Bayern, allen voran Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, relativ unverblümt äußerten, dass der Innenverteidiger in München hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei.

Süle: BVB mit Respekt, Bayern nicht

"In meiner Karriere wurde ich trotz aller sportlichen Erfolge nicht immer so respektiert, wie ich es meiner Meinung nach verdiene", sagte Süle jetzt im BVB-Interview. Dass damit der FC Bayern gemeint ist, sagt er zwar nicht direkt, ist aber angesichts des in den letzten Monaten öffentlich ausgetragenen Trennungsstreits offensichtlich.

In den Gesprächen mit dem BVB sei ihm "sofort und sehr glaubwürdig" Respekt entgegengebracht worden. Diese Wertschätzung äußere sich in dem Wissen, "wie ich ticke, was ich einer Mannschaft geben kann, mit meiner Qualität als Fußballer und darüber hinaus als Mensch".

Niklas Süle stellt sich bei Borussia Dortmund vor.Video: YouTube/Borussia Dortmund

Für Süle ist sein Wechsel nach Dortmund auch kein sportlicher Rückschritt, wie viele behaupten. Vielmehr haben der Verein und er sich das erklärte Ziel gesetzt, Serienmeister Bayern nächstes Jahr zu entthronen. "Mich reizt das ungemein", sagt der 26-Jährige, der sich bis 2026 dem BVB angeschlossen hat.

Süle wehrt sich gegen Faulheitsvorwürfe

Und Süle will noch etwas anderes klarstellen, nämlich die in den Medien wiederkehrenden Behauptungen, er pflege einen ungesunden Lebensstil und es mangele ihm an Trainingsfleiß. Das sei einfach falsch, sagt Süle. Wenn er faul gewesen wäre, wäre er nach seinem schweren Kreuzbandriss im Oktober 2019 schließlich nicht so schnell wieder fit geworden, um einige Monate später im Finale der Champions League aufzulaufen.

"Die Leute, die sowas in die Welt setzen, sehen immer nur den Niklas Süle, der ehrlich zugibt, dass er gerne mal einen Burger isst oder ein Bier trinkt", so Süle. Damit sei er aber keinesfalls alleine, sagt er dem Interviewer. "Meinst du, andere Profis machen das nicht? Die reden nur nicht darüber."

(nik)

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