Bayern-Star Kimmich bei seinem bislang letzten Einsatz für den FC Bayern am 6. November. Seitdem befindet er fast ununterbrochen in Quarantäne.
Bayern-Star Kimmich bei seinem bislang letzten Einsatz für den FC Bayern am 6. November. Seitdem befindet er fast ununterbrochen in Quarantäne.Bild: www.imago-images.de / Markus Ulmer

Bayern-Star Kimmich mit Corona infiziert – so reagiert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach

25.11.2021, 12:23

Seitdem Bayern-Star Joshua Kimmich in einem Sky-Interview offen erzählte, dass er nicht gegen Covid-19 geimpft ist, lässt das Thema Corona und fehlende Impfung den FC Bayern nicht mehr los. Am Mittwoch wurde bekannt, dass Kimmich nun positiv auf Corona getestet wurde. Kurz zuvor hatte die "Bild"-Zeitung noch berichtet, dass Kimmich nun doch darüber nachdenke sich impfen zu lassen.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich zum positiven Test Kimmichs auf Twitter und gab zugleich eine Warnung ab.

Fall Kimmich zeige, wie groß das Risiko für Ungeimpfte sei

Beim Kurznachrichtendienst Twitter wünschte Lauterbach Kimmich zunächst gute Besserung: "Schade, dass Kimmich sich dich angesteckt hat, wünsche schnelle vollständige Genesung", bevor er eine Warnung abgab.

Der Fall Kimmich zeige einmal mehr, wie schwer es sei, ungeimpft heute Covid zu vermeiden. Lauterbach untermauerte dieses Statement mit einer erschreckenden Zahl. Die Inzidenz liege bei Umgeimpften weit über 1000. Das Risiko sei unbeherrschbar.

Das Bundesland Bayern ist zudem einer der Corona-Hotspots in Deutschland. Die Gesamtinzidenz lag dort am Donnerstag bei 641,1. Das "Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit" (LGL) schlüsselt diese Inzidenz wöchentlich für Geimpfte und Ungeimpfte auf. Trotz einiger Schwierigkeiten bei der Messung und daher in der Realität leicht anderen Zahlen, zeigt die aktuellste Messung einen enormen Unterschied.

In der Tat liegt die Inzidenz in Bayern laut LGL für Ungeimpfte bei 1468,9. Die Inzidenz bei den Geimpften liegt dagegen nur bei 109,7.

SPD-Politiker Karl Lauterbach im Bundestag.
SPD-Politiker Karl Lauterbach im Bundestag.Bild: www.imago-images.de / Emmanuele Contini

Umdenken bei Bayern-Spielern

Bei einigen der anderen ungeimpften Bayern-Spieler scheint inzwischen ein Umdenken in Sachen Impfung stattgefunden zu haben. Laut "kicker" haben sowohl Serge Gnabry als auch Jamal Musiala eine Imfdosis von einem der Bayern-Mannschaftsärzte erhalten. Bei Gnabry handelt es sich um eine Boosterimpfung, nachdem er im April positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das bestätigte Bundestrainer Flick in einer Videoschalte.

Laut Flick soll auch Kimmich immer mehr in Richtung einer Impfung tendiert haben. Diesen Eindruck hatte Flick in einem Gespräch mit dem 26-jährigen: "Ich denke, dass es bei Jo in die Richtung geht, dass er sich impfen lässt. Es war ein sehr gutes Gespräch, eine Tendenz habe ich gesehen. Ihn beschäftigt das sehr."

Nun kam ihm der positive Test zuvor. Nach einer ausgestandenen Coronainfektion, würde Kimmich 6 Monate lang als "genesen" gelten. Erst nach diesen 6 Monaten empfiehlt die Ständige Impfkommision (STIKO) eine Boosterimpfung für Genesene. Kimmich kann damit frühestens Ende Mai geimpft werden.

Bezüglich seines Befindens ließ der FC Bayern zudem verlauten, dass es dem Mittelfeldstar gut gehe. Wie lange Kimmich ausfällt, ist noch offen und hängt vom Verlauf seiner Infektion ab. Das Topspiel gegen Borussia Dortmund am 4. Dezember wird der Bayern-Spieler aber wohl in jedem Fall verpassen.

(jvj)

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