Mick Schumacher bei der Ankunft an der Strecke in Doha, Katar.
Mick Schumacher bei der Ankunft an der Strecke in Doha, Katar. Bild: www.imago-images.de / Jerry Andre

"Ungewohnt, es so offen auszutragen": So bewertet Mick Schumacher den Stress mit Teamkollege Mazepin

19.11.2021, 13:03

Mittlerweile 19 Rennen hat Mick Schumacher in seiner Premierensaison in der Formel 1 hinter sich. Zwischen einem frühen Renn-Aus nach wenigen hundert Metern und einem starken 13. Platz beim Rennen in Baku erlebte der 22-Jährige zahlreiche positive und negative Erlebnisse.

Dabei stand im Laufe der Saison nicht nur Micks Entwicklung auf der Strecke im Mittelpunkt, sondern auch die vielen kleinen und großen Streitigkeiten, die er sich mit Teamkollege Nikita Mazepin lieferte.

Immer wieder gerieten die beiden Formel-1-Neulinge auf der Strecke aneinander. Nach zahlreichen Rennen gab es klärende Gespräche mit Haas-Teamchef Günther Steiner.

"Intern war es eigentlich ein weniger hart geführtes Duell. Aber es war neu und ungewohnt für mich, dass man gewisse Themen in den Medien so offen austrägt", sagt Schumacher nun vor dem Rennen in Katar in einem Interview mit Sport1.

Mazepin bezeichnete Schumacher in einem Interview einerseits als "besten Freund" im Formel-1-Kosmos, sorgte aber auch immer wieder für gefährliche Manöver auf der Strecke.

"Nur weil wir im gleichen Team sind und das Auto Seite an Seite in der Garage steht, bedeutet das nicht, dass wir nicht kämpfen sollten", sagte Mazepin im Oktober.

Schumacher häufig vor Teamkollege Mazepin

Das teaminterne Duell mit dem Russen konnte Schumacher aber jedoch meist für sich entscheiden. Im Qualifying und Rennen blieb er fast immer vor Mazepin. "Im Endeffekt habe ich mich damit allerdings nicht wirklich groß aufgehalten, sondern einfach mein Ding weitergemacht", machte Schumacher klar und ließ sich von den Sticheleien nicht aus der Ruhe bringen.

Und so resümiert der 22-Jährige über die aktuelle Saison: "Ich glaube, ich kann zufrieden sein. Es wäre unfair zu sagen, dass alles schlecht war. Wir haben gute Rennen gezeigt und uns stetig verbessert. Ich fühle mich einfach extrem wohl im Team und im Auto", sagte Schumacher vor dem drittletzten Rennen.

Mick Schumacher (l.) und Teamkollege Nikita Mazepin.
Mick Schumacher (l.) und Teamkollege Nikita Mazepin.Bild: www.imago-images.de / Andy Hone

Zukünftiges Ziel: Weltmeister werden

Für die kommende Saison machte Teamchef Günther Steiner hingegen schon deutlich, dass der Druck auf Schumacher und Mazepin steigen wird. Denn aktuell ist das Haas-Auto noch das Langsamste im Feld, das wird in der kommenden Saison aufgrund einiger Regeländerungen aber anders sein.

Daher ist Schumacher froh, sich auf der Strecke mit Top-Fahrern wie Max Verstappen, Lewis Hamilton und Fernando Alonso duellieren zu können. "Das ist wichtig für nächstes Jahr, wo ich mich hoffentlich im Mittelfeld mit anderen Piloten duellieren kann." Aktuell ist es ein Erfolg, wenn er die zweite Qualifikationsphase erreicht, nächstes Jahr will er dann konstant in Q2 und sogar Q3 vertreten sein und um die Poleposition kämpfen.

Denn im Mittelfeld soll nicht Schluss sein, schließlich will Mick wie sein Vater Michael Weltmeister werden. "Ich habe schon das Gefühl, dass ich es schaffen kann, eines Tages Weltmeister zu werden."

(lgr)

Themen
DFB-Star heizt Spekulationen um möglichen Wechsel zum FC Bayern an

Nico Schlotterbeck ist derzeit wohl einer der besten Innenverteidiger der Bundesliga. In einem Interview mit dem Fußball-Magazin "Kicker" machte der Freiburger jetzt Anspielungen auf seine Zukunftsambitionen. Er wolle beim "besten Verein" spielen, verrät der 21-Jährige – und das ist in Deutschland ohne Frage der FC Bayern. Grund für das Selbstbewusstsein: Der Zweikampf mit BVB-Star Erling Haaland.

Zur Story