Haas-Teamchef Günther Steiner (l.) spricht über Mick Schumachers Zukunft in der Formel-1.
Haas-Teamchef Günther Steiner (l.) spricht über Mick Schumachers Zukunft in der Formel-1.Bild: IMAGO / Laci Perenyi

Mick Schumacher: Haas-Teamchef nennt Wahrscheinlichkeit für Formel-1-Verbleib

23.09.2022, 07:1523.09.2022, 13:31
Helen Kleinschmidt
Helen Kleinschmidt
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Nach zwei Jahren bei dem US-amerikanischen Formel-1-Team Haas ist unklar, ob Mick Schumachers Vertrag für die nächste Saison verlängert wird. Dazu äußerte sich nun sein Teamchef Günther Steiner und tätigte eine Prognose für Schumachers Verbleib.

2021 begann Schumacher in der Formel 1 und steht seitdem bei Haas F1 Team unter Vertrag. Seine Zukunft ist allerdings noch ungewiss, die Fahrerpaarung des Teams steht noch nicht fest. Kommende Woche beginnt in Singapur bereits die Endphase der aktuellen Saison.

Teamchef Günther Steiner spricht von "Fifty-Fifty"-Chance

Im Interview mit RTL/ntv antwortet Günther Steiner auf die Frage, ob er Schumacher im Team behalten möchte, mit einer Wahrscheinlichkeit von "Fifty-Fifty". Wann er eine endgültige Entscheidung treffen wird, hält er sich offen:

"Da setzt man sich selbst unter Druck und das brauchen wir ja alle nicht, da spielen wir ja nur gegen uns selbst. Wir haben eigentlich gar keinen Zeitdruck, all die anderen haben den Zeitdruck, nur wir nicht, das ist ein Vorteil, den wir uns nicht wegnehmen."
Ob Mick Schumachers Vertrag bei Haas verlängert wird, ist noch unklar.
Ob Mick Schumachers Vertrag bei Haas verlängert wird, ist noch unklar.bild: IMAGO / Beautiful Sports

Für Mick Schumacher geht eine wechselhafte Saison zu Ende

Für Steiner ist es eine Entscheidung zwischen Jugend und Erfahrung: "Mit einem jungen Fahrer geht man gewöhnlich mehr Risiko ein, weil man nicht weiß, wie weit er es bringen kann." Denn für den 23-jährigen Nachwuchs-Rennfahrer war es eine instabile Saison. Anfangs hatte er Startschwierigkeiten, die er mit Erfolgen in Silverstone, Spielberg und Monza wieder wettmachte. Eine Verlängerung mit Schumacher ist aber noch nicht ausgeschlossen.

Einiges an Erfahrung würde Steiner zufolge Nico Hülkenberg mitbringen. Er könnte ein Kandidat auf ein Cockpit auf das zweite Haas-Cockpit neben Kevin Magnussen sein, der bereits für die kommende Saison als Fahrer bestätigt wurde. "Die meisten Fahrer mit einer Superlizenz stehen darauf", bestätigte der Teamchef. Ausschlaggebend für seine Entscheidung sei letztendlich die Frage, was sie "als Team in der Zukunft besser macht" – sie wollten "ja nicht immer Siebter oder Achter werden. Man will ja nach oben."

Schumachers Chancen bei anderen Teams sind ungewiss

Jedenfalls sollte Mick Schumacher für die kommende Saison Ausschau nach anderen Rennställen halten. Theoretisch hat er noch Chancen bei Williams, Alfa Romeo und Alpine Alpha Tauri hat bereits beide Cockpits besetzt, da Yuki Tsunodas Vertrag nun offiziell verlängert wurde. Ändern könnte sich das nur, wenn Pierre Gasly zu Alpine wechselt. Hier scheint jedoch Nyck de Vries der Favorit zu sein. Wenn Gasly bei Alpha Tauri bleibt, hätte Schumacher eine Chance bei Alpine. Sein Freund Esteban Ocon, Rennfahrer bei Alpine, hat ihn wohl schon mehrmals empfohlen.

Bei Alfa Romeo und Williams wäre zwar noch ein Platz frei, doch die Wahrscheinlichkeit, dass der Sohn des Rekordweltmeisters dort einen Platz erhält, ist wohl ebenfalls eher gering.

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