Die Jubel-Pose darf Gnabry beim FC Bayern häufig annehmen.
Die Jubel-Pose darf Gnabry beim FC Bayern häufig annehmen.
Bild: www.imago-images.de / Jan Huebner

Hat der FC Bayern beim Gnabry-Transfer getrickst? Nun äußert sich der FCB-Star

16.10.2019, 12:4516.10.2019, 17:01

Mit fünf Treffern und vier Torvorlagen in neun Spielen in dieser Saison ist Serge Gnabry beim FC Bayern München eine absolute Lebensversicherung. Der 24-jährige Stürmer macht da sogar Superstar Robert Lewandowski Konkurrenz. Nun entfacht allerdings eine Diskussion, in der es um den spottbilligen Wechsel des Nationalspielers zum FC Bayern geht. Schon wieder.

Diese hat sein Ex-Trainer, Arsène Wenger, bereits nach Gnabrys Transfer zum SV Werder Bremen 2016 ins Rollen gebracht. Der ehemalige Arsenal-Coach warf den Münchenern vor, schon bei diesem Wechsel die Finger im Spiel gehabt zu haben. Gegenüber dem "Kicker" sagte Wenger: "Ich denke, dass Bayern hinter den Kulissen manipuliert hat, dass er, wenn er nach Bremen geht, danach zu den Bayern gehen würde."

Nun kommen weitere Informationen ans Licht.

Bayern soll schon 2016 an Gnabry dran gewesen sein

Verliebt in den jungen Stürmer habe sich Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge schon 2016 bei den Olympischen Spielen, erklärte die "Sport Bild". Nachdem Gnabry bei dem 10:0 Sieg gegen Fidschi seinen vierten und fünften Turniertreffer erzielte, soll der Stürmer ganz oben auf dem Bayern-Wunschzettel gestanden haben, schreibt das Blatt.

Deswegen habe sich Rummenigge nach dem Spiel angeblich mit Bayerns damaligem Kaderplaner Reschke zusammengesetzt, um eine Strategie auszuhecken, wie man Gnabry am geschicktesten nach München holen könne. Auch Werder Bremen soll zu diesem Zeitpunkt an einem Plan geschliffen haben, um den jungen Arsenal-Stürmer zu bekommen. So soll, laut "Sport Bild", bei Bayern die Idee der Zwischenstationen entstanden sein – Rummenigge und Co überließen den Bremern Gnabry für sechs Millionen Euro, um ihn nur ein Jahr später für sieben Millionen Euro wieder abzukaufen. Von da aus wurde der Stürmer weiter an Hoffenheim verliehen und kam 2018 motiviert, gereift und insgesamt für einen beachtlich schmalen Taler in den Kader der Bayern.

Werder streitet Absprache ab

Hinter diesem cleveren Deal sollen die Werder-Bosse Frank Baumann und Klaus Filbry gesteckt haben, vermutet die "Sport Bild"-Redaktion. Der FC Bayern wollte sich nicht äußern, Werder Bremen streitet diese Behauptung ab.

Entspannt bleibt währenddessen der ehemalige Arsenal-Stürmer. Gnabry äußerte sich gegenüber der "Sport Bild" in aller Zufriedenheit über seinen Werdegang: "Die Entscheidung Bremen war damals goldrichtig für mich". Weiterhin berichtet er:

"Ich wusste, dass Bayern auch Interesse hatte. Aber der Schritt nach München wäre zu groß gewesen. Mein Ziel war es dennoch immer, das einmal zu schaffen."

Wie genau der Gnabry-Transfer nun abgelaufen ist, basiert auf Spekulationen. Sicher ist nur, dass das 24-jährige Talent nicht so schnell wieder für einen solchen Spottpreis über die Theke gehen wird.

(kre)

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