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ZDF-Moderator Markus Lanz im Gespräch mit BVB-Boss Watzke. zdf-screenshot

BVB-Chef Watzke spricht bei Lanz über "schwierigste Entscheidung meines Lebens"

"Aki" ist einer der Größten seiner Zunft. Am Dienstagabend war Hans-Joachim "Aki" Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, im ZDF bei Markus Lanz zu Gast.

Watzke erinnert in der Sendung an den enormen Druck, der auf Spielern und Verantwortlichen läge. Bei einer Niederlage habe er "bis Dienstag schlechte Laune". Er meint: "Du wirst für alles verantwortlich gemacht – auch wenn du gar nicht gespielt hast."

BVB-Boss Watzke lobt Klopp – über Favre spricht er nicht

Nach Niederlagen sei er in Restaurants auf Menschen getroffen, die gesagt hätten: "Muss der Blödmann jetzt auch noch was essen?" Richtige Freude empfinde Watzke selten, bekannte er bei Lanz. Nach dem sensationellen DFB-Pokal Triumph (5:2) gegen die Bayern habe er seine Mitarbeiter gewarnt: "Das Echo wird dramatisch."

Lanz fragte nach: "Sie hatten Angst vor der Rache der Bayern?" Watzke schmunzelte: "Ich wusste ja, was kommt. Ich konnte das nicht ausblenden." Sein früherer Trainer Jürgen Klopp sei da ganz anders: "Bei Jürgen kommt in seinem Denken in den Tagen vor dem Spiel keine Niederlage vor, bei mir unglücklicherweise kein Sieg."

Watzke, für den Wassergläser stets halbleer zu sein scheinen, sprach von einer guten "Balance" zwischen ihm und Klopp. Der frühere BVB-Coach sei ein "Ausnahme-Trainer" – über seinen derzeitigen Coach, den eher spröden Lucien Favre, sagte Watzke nichts.

Borussia Dortmund: Joachim Watzke über die schwierigste Entscheidung seines Lebens

Stattdessen sprach der Borussia-Dortmund-Chef über die "schwierigste Entscheidung" seines Lebens. Die sei jedoch kein komplexer Transfer gewesen, sondern in den Tagen nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus im April 2017 gefallen.

Zur Erinnerung: An jenem 11. April war der BVB-Tross gerade auf dem Weg zu einer Champions-League-Partie, als der Mannschaftswagen von einer Explosion erschüttert wurde. Ein Spieler wurde verletzt, mehrere Mitglieder der Profimannschaft standen unter Schock.

Der damals 28-jährige Sergej W. war für die Tat verantwortlich. Er wollte mit dem Anschlag den Aktienkurs des an der Börse notierten Vereins zum Einsturz bringen, um so über ein komplexes Finanzverfahren Gewinn aus der Tragödie zu erzielen. W. wurde im November vergangenen Jahres zu 14 Jahren Haft wegen versuchten 28-fachen Mordes verurteilt.

Nach dem Anschlag gab es Diskussionen darüber, wann die Dortmund-Spieler zu ihrem nächsten Spiel antreten sollten. Die Mannschaft holte schon am nächsten Tag ihr Spiel gegen Monaco nach und verlor 2:3.

Watzke erinnerte sich an die Diskussionen rund um die Spielplanung: "Wir haben die Mannschaft zusammengeholt und haben gesagt: Wenn ihr der Meinung seid, wir sollen nicht spielen, dann spielen wir nicht."

Die Mannschaft habe sich daraufhin für eine Zeit zurückgezogen und sich schließlich für das Spiel entschieden. Der Tenor damals: "Wir finden's total scheiße, dass wir spielen müssen, aber wir wollen's." Die schwierigen Tage nach dem Anschlag hätten Watzke "kaputt gemacht", berichtete er bei Lanz.

Ans Aufhören habe er in all den Jahren im anstrengenden Fußball-Business jedoch nie gedacht: "Ich liebe diesen Job mehr als jeden anderen auf dem Planeten." BVB-Boss zu sein sei das "größte Privileg auf der Welt".

(pb)

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Ab jetzt AfD-Osten? So ein Quatsch!

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