"Man kann hier einfach nicht arbeiten", sagt Peter Neururer über die SG Wattenscheid.
"Man kann hier einfach nicht arbeiten", sagt Peter Neururer über die SG Wattenscheid.
Bild: imago images / Norbert Schmidt

Unruhe bei Wattenscheid 09 – Peter Neururer schimpft über "Lügenkonstrukt"

28.08.2019, 22:34

Ein Missverständnis führte Peter Neururer im März dieses Jahres zum ehemaligen Bundesligisten SG Wattenscheid 09, jetzt zieht sich der Sportdirektor des Regionalligisten mit Schimpftiraden zurück... Was ist da los im Pott?

Die SG Wattenscheid 09 kommt nicht zur Ruhe. Nach Clubangaben hat eine Krankenkasse einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, jetzt geht auch noch der Sportdirektor Peter Neururer von Bord. Wattenscheids Aufsichtsratsmitglied Josef Schnusenberg bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch das Insolvenzverfahren: "Das ist mir bekannt. Es liegt mir noch nicht vor, soll aber raus sein". Zuvor hatte die "WAZ" darüber berichtet.

Der Traditionsclub und frühere Bundesligist kämpft seit Jahren mit finanziellen Problemen und hatte erst in diesem Sommer ein Insolvenzverfahren abgewendet. In der Sommerpause war dann aber Aufsichtsratschef und Haupt-Geldgeber Oguzhan Can zurückgetreten.

Laut Medienberichten ist der Viertligist wieder mit Gehaltszahlungen in Verzug.

Gut fünf Monate nach seinem Einstieg als Sportdirektor hat Peter Neururer offenbar auch genug von seinem Club und zieht sich zurück. "Das ist die größte Enttäuschung, der größte Fehler meines Lebens gewesen", schimpfte der frühere Bundesliga-Trainer im Interview mit "Reviersport" (Mittwoch):

"Das Konstrukt basiert auf Lügen."

Er selbst könne Spielern und Trainer "auch nicht mehr in die Augen schauen": "Was soll ich den Jungs denn erzählen? Sie gewinnen das erste Saisonspiel und dann ist wieder kein Geld da. Da verliere ich doch auch meine Glaubwürdigkeit. Das alles geht einfach nicht mehr."

Nach eigener Aussage habe der 64-Jährige für die SG zuletzt "attraktive Angebote" aus dem Ausland und eines aus der Bundesliga abgelehnt. "Ich hatte große Lust, hier in Wattenscheid etwas aufzubauen und zu bewegen. Aber man kann hier einfach nicht arbeiten. Es geht einfach nicht", sagte Neururer.

(as/dpa)

10 Fast-Transfers, die nur knapp scheiterten

1 / 23
10 Fast-Transfers, die nur knapp scheiterten
quelle: imago sportfotodienst
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Bayern-Legende Gerd Müller ist tot

Fußball-Legende Gerd Müller ist tot. Der frühere Torjäger des FC Bayern und Ex-Nationalspieler sei "am frühen Sonntagmorgen im Alter von 75 Jahren gestorben", teilte der Rekordmeister aus München mit.

FC Bayern-Präsident Herbert Hainer äußert sich auf der Webseite des Rekordmeisters zum Tod von Müller: "Heute ist ein trauriger, schwarzer Tag für den FC Bayern und all seine Fans. Gerd Müller war der größte Stürmer, den es je gegeben hat – und ein feiner Mensch, eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel