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Neururer am Apparillo! Bild: imago images/sportfotorudel/unsplash/watson-montage

Peter Neururer dachte, er wird Schalke-Trainer – dabei ging es um die Regionalliga

Man muss diesen Typen einfach lieben. Peter Neururer ist zwar seit 13 Jahren nicht mehr auf der Bundesligabühne aufgetreten, doch das tut seinem Status als Kultfigur bis heute keinen Abbruch.

Neururer, 64, ist seit März dieses Jahres Sportlicher Leiter beim Regionalligisten Wattenscheid 09. Doch bevor er seinen Dienst dort antrat, dachte er, dass er Nachfolger von Domenico Tedesco beim FC Schalke 04 werden würde. Das verriet der Fußballlehrer in einem Interview mit der "Rheinischen Post".

Schalke? Hä?

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Euro-Pete ist nachdenklich. Bild: imago/zink

Klingt kurios, ist es auch. Also, der Reihe nach:

Im März klingelte Peter Neururers Telefon. Am anderen Ende der Leitung meldete sich Josef Schnusenberg, seines Zeichens ehemaliger Vorstandsvorsitzender und langjähriger Schatzmeister beim FC Schalke.

Schnusenberg, mittlerweile Aufsichtratsmitglied bei Wattenscheid, fragte Neururer, ob er helfen könne. Daraufhin erzählte Schnusenberg, was der Verein aufbauen wolle. Neururer sagte auf der Stelle zu, denn in seinem Kopf ist der Name Schnusenberg, immerhin von 1994 bis 2010 bei Schalke tätig, offenbar immer noch eng mit S04 verknüpft.

Neururer weiter: "Er hat mir dann direkt klar gemacht, dass ich keine großen Gehaltsforderungen stellen sollte. Auch das war für mich aber kein Problem. Ich habe dann also versprochen, dass ich zu einhundert Prozent dabei bin".

Und dann wird's noch besser...

Der ehemalige Bochum-Trainer hatte nur eine Bedingung für seinen vermeintlichen Job auf Schalke: In der kommenden Saison sollte bloß "nicht das Ziel Champions League" ausgerufen werden.

Schweigen am anderen Ende der Leitung.

Dann klärte Schnusenberg Neururer auf: "Peter. Wir reden hier über Wattenscheid 09, ich bin da im Aufsichtsrat."

Neururer sei "baff" gewesen: "Aber ich hatte ihm mein Wort gegeben. Und wenn ich jemandem ein Versprechen gebe, dann stehe ich dazu."

Versprochen ist versprochen. Neururer ist nicht nur Kultfigur, sondern auch Ehrenmann. Wie gesagt, man muss diesen Typen einfach lieben.

Hier ein Foto der entsprechenden Stelle im Interview mit Peter Neururer:

(as)

Wenn Neururer Italiener wäre, hätte er den 14. Platz in dieser Bilderstrecke:

Fußball für Dummies, erklärt von einem Dummie

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