Trainingslager deutsche Fu

Müller (l.) und Hummels verstehen sich anscheinend nicht nur auf dem Platz prächtig. Bild: www.imago-images.de / Revierfoto

Nationalmannschaft: Hummels crasht Pressekonferenz von Thomas Müller

In der Nationalmannschaft herrscht große Vorfreude auf die EM, die am 11. Juni beginnt. Die Spieler befinden sich zurzeit im Trainingslager in den Tiroler Bergen und haben dort anscheinend schon mächtig Spaß.

Bei einer virtuellen Pressekonferenz im Mannschaftshotel "Nidium", bei der Thomas Müller die Fragen der Reporter beantwortete, kam es nun zu einem lustigen Zwischenfall. Dortmund-Star Mats Hummels platzte plötzlich in die Pressekonferenz herein. Mit sichtlich guter Laune stellte sich der 32-Jährige vor die Kamera und zeigte seine beiden Daumen.

Bild

Mats Hummels platzte spontan in Thomas Müllers Pressekonferenz herein. DFb/screenshot

Hummels wollte Müller abholen

Hummels wollte Müller zu einem "Anschlusstermin" abholen. Offensichtlich das Codewort für das anschließende Mittagessen. Nach der Erlaubnis von Pressesprecher Jens Grittner ging der zufriedene Müller dann auch gleich mit.

Zuvor merkte man Müller die große Vorfreude auf die EM extrem an. "Ich wurde super aufgenommen, alles passt. Ich fühle mich voll im Saft – und will in den nächsten sechs Wochen maximal erfolgreich sein! Wir können die Ergebnisse gegen andere Mannschaften nicht vorhersagen. Aber wir können bestimmen, wie unser Auftritt ist. Das erste Ziel muss sein, überzeugende Spiele abzuliefern," sagte der 31-Jährige dort.

Müller durfte 30 Monate nicht für Nationalteam spielen

Die Vorfreude kommt bei Thomas Müller jedoch nicht von ungefähr. Ganze 30 Monate durfte der Bayern-Stürmer nicht mehr für die Nationalmannschaft ran. Laut Müller war diese Entscheidung von Bundestrainer Jogi Löw jedoch durchaus berechtigt:

"Ich konnte die Entscheidung des Bundestrainers damals verstehen. Bei mir lief es ja nicht wie geschmiert. Damals ging es ja mehr um die Art und Weise, wie es abgelaufen ist."

Die Position auf dem Feld sei Müller jetzt allerdings ziemlich egal. "Das System ist nicht wichtig für mich. Wichtig ist, dass wenn ich den Ball habe, schnell nach vorn zu spielen und in die Tiefe. Wenn ich etwas Platz und Raum habe, dann will ich den tiefen Pass spielen oder ins letzte Drittel oder den Strafraum gehen. Das geht am besten aus einer zentralen Rolle", erklärte der 31-jährige.

Grund für neue Chance wohl auch Müllers Organisationstalent

Neben seinem fußballerischen Talent wurde der Weltmeister von 2014 besonders wegen seines Talents als Anheizer und Organisator zurück in die Mannschaft beordert. In der Pressekonferenz sagte er deshalb deutlich:

"Es geht nicht nur um die Lautstärke. Es geht darum, Infos auszutauschen. Ich will jeden Spieler anstacheln und brauche Mitspieler, die auch mich anstacheln. Ich will nicht künstlich dominant auftreten. Ich will Katalysator sein – und im Team der Turbo sein."

(nb)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Analyse

"Salihamidzic und Kahn werden keine Ära prägen": Bayern-Kenner ordnet den Abgang von Rummenigge ein

Der personelle Umbruch beim FC Bayern geht weiter. Nachdem Trainer Hansi Flick den Weggang im Sommer angekündigt hat, folgten ihm Hermann Gerland und Miroslav Klose. Nun gibt es auch eine Veränderung in der Führungsebene. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge wird nach über 30 Jahren im Management des Rekordmeisters sein Amt niederlegen. Damit übergibt er seinen Posten ein halbes Jahr früher als geplant an Oliver Kahn.

Zum Abschied versuchte es Karl-Heinz Rummenigge mal mit bayerisch. "Mia bleim …

Artikel lesen
Link zum Artikel