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Robert Lewandowskis Vertrag bei den Bayern läuft noch bis 2023.Bild: imago images / imago images

FC Bayern: Präsident Hainer findet klare Worte zu Lewandowski-Debakel

06.06.2022, 15:45

Die seit Wochen anhaltende Diskussion um einen möglichen Wechsel von Bayern-Star Robert Lewandowski zum schuldengeplagten FC Barcelona bricht nicht ab. Nun äußert sich auch Bayern-Präsident Herbert Hainer mit klaren Worten, was er von Lewandowskis Wechselwunsch und seinem Verhalten hält.

Hainers Reaktion ist Resultat einer Reihe von Bemerkungen seitens des Spielers wie auch von Funktionären des Vereins. Von der Wahl Lewandowskis, sich in der Angelegenheit öffentlich zu äußern, zeigte sich Hainer in einem Interview mit "BamS" irritiert.

Lewandowski macht keinen Hehl aus Wechsel-Wunsch

Lewandowski hatte wiederholt versucht, durch Statements auf Instagram oder während Pressekonferenzen, den Einigungsprozess zu torpedieren und die Bayern-Verantwortlichen dazu zu bewegen, ihn zu verkaufen. Er formulierte, er könne sich "eine weitere gute Zusammenarbeit nicht vorstellen. Ich hoffe, sie werden mich nicht behalten, nur weil sie es können." Hainer hingegen hätte sich lieber ohne öffentliche Teilhabe mit dem Spieler geeinigt. Er sagt:

"Ich hätte das an seiner Stelle nicht gemacht."

Der öffentlichen Schlammschlacht schiebt Hainer in seinen Ausführungen damit einen deutlichen Riegel vor. Entgegen den offenkundigen Bestrebungen seitens Lewandowski und seinem Berater Pini Zahavi, einen Wechsel zu provozieren, ist man in der Führungsriege der Bayern einer anderen Auffassung: Der Vertrag Lewandowskis beim FC Bayern läuft bis einschließlich Juni 2023.

Lewandowski-Wechsel: Hainer stellt sich hinter Kahn und Salihamidzic

Damit pflichtet Hainer dem bereits zuvor von Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn formulierten Standpunkt bei. Beide schlossen einen vorzeitigen Wechsel aus. Letzterer kommentierte das ganze mit einem "Basta". Auch Hainer selbst wird dabei deutlich: "Vertrag ist Vertrag!", sagt er gegenüber der "BamS".

Unmut zwischen den Vertrags-Parteien

Vor allem das Alter Lewandowskis spielte in der Entstehung des Konflikts eine Rolle. Dass die Bayern-Verantwortlichen dem 33-Jährigen nur noch 1-Jahres-Verträge anbieten wollten, sorgte bei Lewandowski für Unmut.

Währenddessen vermutet man in der Führungsetage vor allem, dass dem Weltfußballer sein Berater Zahavi in den Ohren gelegen haben muss – ebenjener Mann, der auch bereits den Weggang von David Alaba in die Wege geleitet hatte.

Der Frust des Spielers scheint für die Bayern-Bosse allerdings keine Variable zu sein. Offenkundig ist man sich der wirtschaftlichen Bedeutung Lewandowskis für den Klub, als Torjäger und Titelgarant, derart gewahr, dass man einen ablösefreien Wechsel Mitte 2023 hinter einem – möglicherweise hochpreisigen – Verkauf verortet.

"Robert ist Vollprofi, er will Fußball spielen."

Sorgen, Lewandowski könnte in der Folge des Streits bei einem Verbleib im laufenden Vertrag in der kommenden Saison nicht seine gewohnten Leistungen bringen, hat Hainer nicht: "Robert ist Vollprofi, er will Fußball spielen." Generell gibt Hainer keinen Raum für persönliche Befindlichkeiten. Er lässt nicht unerwähnt, dass auch Lewandowski und dessen Berater die Abläufe im Profifußball gut genug kennen dürften.

Er wirft in die Waagschale, dass Fußballer wohl wissen, welche Vorteile sie bei dem Klub genießen: "Ich denke, er weiß, was er am FC Bayern hat, nämlich einen Verein, der seine Spieler sehr gut behandelt, der alles tut, damit sie ihre Höchstleistung bringen können. Und da muss ich sagen: Wertschätzung ist keine Einbahnstraße!"

Der Rekord-Torjäger aus Polen hat neben persönlichen Erfolgen wie dem Ballon d’Or auf Mannschaftsebene viel mit dem FC Bayern erreicht: zahllose Meisterschafts-Titel, DFB-Pokal- und Champions-League-Siege.

(ms)

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