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Leroy Kwadwo (M) von den Würzburger Kickers während des Spiels Preußen Münster - Würzburger Kickers. Bild: picture alliance/Carsten Pöhler/dpa

3. Liga: Spieler wird rassistisch beleidigt – Zuschauer reagieren lautstark

Es war die Schlussphase in der Drittligapartie zwischen SC Preußen Münster und den Würzburger Kickers am Freitagabend. Ein einzelner Zuschauer beleidigte den Kickers-Spieler Leroy Kwadwo rassistisch. Mit Affenlauten. Das berichteten mehrere Zuschauer auf Twitter als auch der SC Preußen Münster.

Aber die umstehenden Zuschauer blieben nicht still. "So abstoßend die getätigten Affenlaute gegen den Spieler waren, so beeindruckend war die anschließende Reaktionen der übrigen Zuschauer, die nicht nur auf den Täter zeigten und ihn so für die Ordnungskräfte erkennbar machten, sondern mit unüberhörbaren Nazis-raus-Rufen die starke antirassistische Haltung der Preußenfans und der Münsteraner deutlich machten", hieß es in einer Vereinsmitteilung.

Klub entschuldigt sich bei Spieler

Die Reaktion auf den rassistischen Vorfall fiel also deutlich aus. "Weite Teile des Blocks skandierten 'Nazis raus!'", berichtete der Berater und Autor Thomas Knüwer, der im Stadion war.

Der Mann sei dann gegangen, später wurde er von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Der Klub entschuldigte sich auch bei Kwadwo und den Gästen aus Würzburg.

Dem Rassisten droht eine Anzeige

Ein Polizeisprecher bestätigte dem "Spiegel" die Beleidigungen. Der Mann sei vor dem Stadion in Gewahrsam genommen und auf das Präsidium gebracht worden. Demnach soll nun eine Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt werden. Wie der "Spiegel" weiter schreibt, soll der Mann nach Informationen der Polizei Kwadwo auch zugerufen haben: "Geh zurück in dein Loch."

"Sowas gehört nicht ins Stadion. Ich habe nicht gedacht, dass mir so etwas mal passieren würde", wurde der 23 Jahre alte Kwadwo von den "Westfälischen Nachrichten" zitiert und bedankte sich für die Reaktion der Fans.

Zuletzt hatte es auch im DFB-Pokalspiel zwischen dem FC Schalke 04 und Hertha BSC einen Rassismus-Vorfall gegeben. Am 4. Februar hatten Schalker Fans Hertha-Profi Jordan Torunarigha beleidigt. Schalke wurde zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro verurteilt.

(ll/dpa)

Nach Rassismus-Anzeige: Arzt wütet gegen Boateng und spricht von "Frechheit"

FC-Bayern-Profi und Weltmeister Jérôme Boateng ist offenbar rassistisch beleidigt worden. Bei einem Unfall in München, bei dem Boateng in einer knallroten Mercedes G-Klasse einem Maserati Levante aufgefahren sein soll (ein klassischer Münchner Verkehrsunfall eben), ist es laut Medienberichten zu einem Wortgefecht zwischen dem Profifußballer und einem Schönheitschirurgen gekommen.

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