Bayern Münchens ehemaliger Vorstandschef, Karl-Heinz Rummenigge, fände es besser, wenn Joshua Kimmich geimpft wäre. Hier ist Rummenigge bei der Award-Verleihung 2021 des Deutschen Fußball-Botschafters zu sehen.
Bayern Münchens ehemaliger Vorstandschef, Karl-Heinz Rummenigge, fände es besser, wenn Joshua Kimmich geimpft wäre. Hier ist Rummenigge bei der Award-Verleihung 2021 des Deutschen Fußball-Botschafters zu sehen.Bild: dpa / Monika Skolimowska

Rummenigge über Bayern-Profi Kimmich: "Wäre besser, er wäre geimpft"

24.10.2021, 10:42

Am Samstag gab der FC Bayern Spieler Joshua Kimmich beim Bundesliga-Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim gegenüber dem TV-Sender "Sky" zu, bisher noch nicht gegen Corona geimpft zu sein.

Jetzt äußert sich der ehemalige Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: Er rechne bald mit einer Covid-Impfung des Profis Kimmich. "Ich bin überzeugt, das hat er ja auch angekündigt, dass er möglicherweise zeitnah sich jetzt impfen lässt", sagte Rummenigge bei "Bild TV" am Sonntag. Er betonte: "Als Vorbild, aber auch als Fakt wäre es besser, er wäre geimpft."

Kimmich: "Nicht geimpft bedeutet nicht Corona-Leugner oder Impfgegner"

Kimmich hingegen ist offenbar der Meinung, dass man es respektieren solle, wenn manche Menschen Bedenken gegenüber der Impfung haben, solange diese die Maßnahmen einhielten. Er finde es schade, dass es immer nur um "geimpft oder nicht geimpft" gehe in der Debatte und betont:

"Und nicht geimpft bedeutet dann oftmals gleich, dass man Corona-Leugner oder Impfgegner ist. Aber ich glaube, es gibt auch ein paar andere Menschen zu Hause, die einfach ein paar Bedenken haben, was auch immer die für Gründe haben. Und ich finde, auch das sollte man respektieren, vor allem, so lange man sich an die Maßnahmen hält."

Joshua Kimmich hatte bereits im März mit einer Spendenaktion für soziale Einrichtungen in der Corona-Krise für Aufsehen und viel Zuspruch gesorgt: Gemeinsam mit seinem Bayern-Kollegen Leon Goretzka hatte er die Aktion #wekickcorona ins Leben gerufen. Laut der Website der Aktion kamen bisher über sechs Millionen Euro zusammen, womit bereits 661 karitative Projekte unterstützt wurden. Zu seiner Aktion sagte Kimmich laut der Website:

"Weil die Gesundheit über allem steht, ist jetzt Solidarität im Kleinen wie im Großen notwendig. Jeder kann helfen."

Rummenigge findet die Aktion "sehr verantwortungsvoll"

Rummenigge hält, auch deshalb, viel auf den 26-Jährigen: "Ich finde, Joshua Kimmich ist vielleicht der Bundesligaspieler, der eine unglaubliche Vorbildfunktion in vielen Dingen wahrnimmt." Er kenne Kimmich als "tollen Menschen". Und grundsätzlich sei das, was der Mittelfeldspieler gemacht habe, "sehr verantwortungsvoll".

Doch nicht alle haben Verständnis für den Profi-Kicker. So schreibt der deutsche Moderator Michael (Mickey) Beisenherz auf Twitter zum Impfstatus Kimmichs "ein Profifußballer, der sich für eine Anti-#Corona-Kampagne stark macht und sich selber nicht impfen lässt" und nimmt zugleich die WM-Teilnahme in Katar auf die Schippe: "das ist ja fast so verrückt, als würden Profis für Menschenrechte demonstrieren und danach eine Weltmeisterschaft in Katar spielen."

Kimmich löst mit seiner Haltung eine Debatte aus

Auch andere Nutzer des Social Networks Twitter fragen sich nun, wie sich die Kampagne Kimmichs noch mit seiner Haltung zur Covid-Impfung vereinbaren lässt. So fragt sich der Fachbuchautor Holger Siebert auf der Plattform: "Wie passt das zusammen? Wo bleibt das Vorbild?"

Anderen scheint es egal zu sein, wie dem Komiker Abdelkarim. Er schreibt auf Twitter zur Debatte: "Sollte der Virologe und Arzt #Kimmich wirklich nicht geimpft sein, lass ich mir morgen den Impfstoff wieder rausspritzen."

(lc/ mit Material von dpa)

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