BVB beobachtet Loun Srdanovic – Transfer könnte sich schwierig gestalten
In Dortmund herrscht auf der rechten Abwehrseite eigentlich Ruhe. Julian Ryerson wuselt wie eh und je durch jeden Zweikampf, und Yan Couto ist noch immer das Rätsel, das man sich im Sommer für mehr als 24 Millionen Euro aus Manchester mitgebracht hat.
Zwei Spieler, zwei sehr unterschiedliche Typen – und dazu noch Alternativen wie Emre Can, Niklas Süle oder Pascal Groß. Auf dem Papier ist die Position also eigentlich gut besetzt. Eigentlich.
BVB soll Interesse an Schweizer Außenverteidiger haben
Trotzdem schwappt plötzlich aus Genf eine Meldung über den Rhein, die den BVB in ein neues Licht rückt. Die "Tribune de Genève" berichtet, Borussia Dortmund habe ein Auge auf Loun Srdanovic von Servette FC geworfen. Ein Name, der klingt wie ein fiktiver Romanheld, tatsächlich aber ein 19-jähriger Schweizer Außenverteidiger ist.
Jetzt die neue Folge "Touchdown & Tacheles – der NFL-Podcast von watson" hören und tolle Preise gewinnen.
Srdanovic kommt in dieser Saison auf elf Pflichtspiele, wurde jedoch immer wieder durch Verletzungen ausgebremst. Trotz seiner noch fehlenden körperlichen Stabilität hat der Außenverteidiger genügend Eindruck hinterlassen, um über die Schweizer Liga hinaus aufzufallen. Neben Dortmund sollen auch Olympique Lyon und der OSC Lille Interesse bekundet haben.
Servette Genf nur unter einer Bedingung verkaufsbereit
Ein Wechsel ins Ausland gilt daher als logischer nächster Schritt – doch Servette hält die Karten in der Hand. Srdanovic ist bis 2027 gebunden, und der Klub zeigt sich wenig verkaufsbereit.
"Wir haben keinerlei Absicht, ihn gehen zu lassen oder zu verkaufen", betonte Gérard Bonneau, Sportlicher Leiter des Tabellenzehnten der Super League. "Sollte ein großzügiges Angebot vorliegen, würden wir es uns ansehen – aber nicht unbedingt im Winter." Ein Transfer im Januar erscheint damit unwahrscheinlich.
Loun Srdanovic: langfristige Perspektive statt Soforthilfe
In Dortmund fände Srdanovic reichlich Konkurrenz vor. Ryerson ist gesetzt, Couto überzeugte jedoch in seinem ersten Jahr beim BVB selten. Dem 23-Jährigen mangelt es weiterhin an Konstanz, gerade auf hohem Niveau. Hinzu kommt: Trainer Niko Kovač hat mit Emre Can, Niklas Süle und sogar Pascal Groß weitere Optionen für rechts hinten.
Alle drei könnten auf der rechten Seite spielen. Theoretisch. Praktisch laufen ihre Verträge aus, und bei zweien sieht es so aus, als würden sie den Verein im Sommer verlassen.
Dass der BVB Srdanovic beobachtet, wirkt vor diesem Hintergrund weniger überraschend. Kurzfristig würde der Schweizer kaum ein Thema sein. Doch perspektivisch könnte er ein Profil mitbringen, das Dortmunds Kader langfristig ergänzen soll.
Wann spielt der BVB und wo kann man die Partie sehen?
Binnen vier Tagen trifft der BVB gleich zweimal auf Leverkusen. Nach dem 2:1 am Samstag folgt am Dienstag (2. Dezember) das Wiedersehen im DFB-Pokal-Achtelfinale. Das Erste überträgt live nach dem Nations-League-Finale der DFB-Frauen gegen Spanien, parallel läuft die Partie kostenlos im ARD-Stream bei Joyn. Auch Sky überträgt wie gewohnt. Anstoß ist um 21 Uhr.
