Heute ist Thomas Müller absoluter Leistungsträger bei den Bayern, doch das war nicht immer so.
Heute ist Thomas Müller absoluter Leistungsträger bei den Bayern, doch das war nicht immer so. Bild: dpa / Sven Hoppe

"Ich hatte deutlich zu viele Hummeln im Arsch" – Thomas Müller verrät, warum er den FC Bayern zweimal fast verlassen hätte

06.01.2022, 14:3006.01.2022, 15:46

Thomas Müller und der FC Bayern – für viele Fußball-Fans gehört das einfach zusammen. Seit über zehn Jahren kickt der mittlerweile 32-Jährige schon für das Profiteam der Münchener. Von 2000 bis 2009 durchlief er die FCB-Jugendmannschaften. Doch dass die "Ehe" zwischen Verein und Spieler so lange gehalten hat, war nicht immer klar. Zweimal stand Müller schon vor dem Absprung, hat er jetzt im "Spieltagssiegerbesieger"-Podcast von Kickbase verraten.

"Hoffenheim wollte mich", sagt Thomas Müller in dem Interview. In der Winterpause 2008/09 war das, die TSG war Tabellenführer und Müller unter dem damaligen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann alles andere als unentbehrlich. "Klinsmann konnte mich zu der Zeit nicht gebrauchen und da stand ich kurz vor einem Transfer", erklärt Müller, der zu diesem Zeitpunkt bei den Profis nur am ersten Spieltag beim 2:2 gegen den HSV elf Minuten Spielzeit bekommen hatte.

Klinsmann geht, unter van Gaal spielt Müller immer

Letztendlich scheiterte Müllers Hoffenheim-Transfer am Geld. "Es war dann so, dass Bayern Hoffenheim eine Summe genannt hat – irgendwas zwischen zwei und fünf Millionen – und Hoffenheim fand das dann zu teuer", erzählt der Offensivspieler. Über den geplatzten Wechsel ist er heute nicht unglücklich, ganz im Gegenteil.

Jürgen Klinsmann wurde im April 2009 als Bayern-Trainer entlassen, Louis van Gaal übernahm das Steuer und von da an ging es für Müller steil bergauf. Als absoluter Leistungsträger prägte der schlaksige Stürmer eine der erfolgreichsten Episoden der Vereinsgeschichte – ehe er 2019/20 unter Trainer Niko Kovac zwischenzeitlich wieder außen vor war.

"Im Winter 2019/20 stand für mich ein Wechsel im Raum", sagt er heute. Kovac ließ ihn an sieben Spieltagen in Folge nicht von Anfang an ran. Für den Nationalspieler war klar, dass sich was ändern muss, denn eine Reservistenrolle kam für ihn nicht infrage. "Dafür hatte ich zu dem Zeitpunkt deutlich zu viele Hummeln im Arsch."

Doch auch in diesem Fall brachte ein Trainerwechsel die Wende. Hansi Flick übernahm für den in München glücklosen Kovac und führte die Bayern 2020 zum Triple-Gewinn aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal. Thomas Müller war unter Flick wieder gesetzt und wusste mit starken Leistungen zu überzeugen.

(nik)

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