Tanguy Nianzou kam beim FC Bayern in dieser Saison nur selten zum Einsatz.
Tanguy Nianzou kam beim FC Bayern in dieser Saison nur selten zum Einsatz.Bild: Getty Images Europe / Sebastian Widmann

Zu wenig Spielzeit: Zwei Bundesligisten wollen im Sommer wohl Bayern-Star holen

28.04.2022, 12:40

Trotz des bereits feststehenden Abgangs von Niklas Süle könnte es sein, dass der FC Bayern im kommenden Sommer noch einen weiteren Innenverteidiger abgibt.

Laut der französischen Zeitung "L'Equipe" sollen gleich drei Vereine an Jungstar Tanguy Nianzou interessiert sein. Dabei bestehe sogar ernsthaftes Interesse aus der Bundesliga.

Denn neben der AS Monaco sollen Bayer Leverkusen und RB Leipzig den 19-jährigen Verteidiger ausleihen wollen. Dem Ex-Klub von Bayern-Trainer Julian Nangelsmann werden dabei die größten Chancen zugeschrieben. Im Klub hoffe man wohl auf eine ähnliche Entwicklung wie bei Dayot Upamecano, den die Münchner im vergangenen Sommer für 42,5 Millionen Euro aus Leipzig holen.

Die Sachsen sind dafür bekannt, junge Spieler weiterzuentwickeln.

Nianzous Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2024

Der 19-jährige Nianzou kam in der vergangenen Saison mit großen Vorschusslorbeeren aus der Jugend von Paris Saint-Germain zum FC Bayern. Wirklich erfüllen konnte er die Erwartungen bisher aber nicht.

Für 15 Bundesligaspiele stand er in dieser Saison auf dem Platz, jedoch nur dreimal über die vollen 90 Minuten. In seiner bisherigen Zeit beim deutschen Rekordmeister wurde er immer wieder von schweren Muskelverletzungen zurückgeworfen. Beim FC Bayern glaubt man dennoch weiterhin an den Franzosen.

Nianzous Vertrag in München läuft noch bis zum Sommer 2024, daher würden die Bayern-Bosse lediglich einer Leihe ohne Kaufoption zustimmen.

Vertrauen von Salihamidžić, Kritik von Nagelsmann

Ein Abgang gilt jedoch als relativ unwahrscheinlich, da Niklas Süle die Münchner im Sommer ablösefrei in Richtung Borussia Dortmund verlassen wird und Nianzou eine größere Rolle im Team von Julian Nagelsmann einnehmen soll. Zumindest Sportvorstand Hasan Salihamidžić soll viel von dem jungen Franzosen halten. Am vergangenen Sonntag sagte er im Fußball-Talk Sky90: "Wir haben eine Top-Abwehr. Wir haben Upa, wir haben Tanguy Nianzou. Ich glaube an diese Jungs."

Trainer Julian Nagelsmann hingegen kritisierte Nianzou in dieser Saison bereits mehrmals öffentlich für seine riskante Spielweise und seine zu hohe Aggressivität im Zweikampf.

Beim Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld vor zwei Wochen traf er seinen Gegenspieler in einem Luftzweikampf so hart mit dem Ellenbogen am Kopf, dass er mit einer Trage vom Feld musste. Nagelsmann wechselte Nianzou zur Halbzeit aus und gab zu, dass der Franzose die Rote Karte hätte sehen müssen.

(crl)

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