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Die geleakten Nachrichten offenbaren üble Beleidigungen gegenüber Lionel Messi.Bild: AP / Francois Mori
Fußball International

Nach Messi-Abgang: Barça-Beleidigungen gegen Weltmeister geleakt – "Kanalratte"

13.01.2023, 13:24

Die Stimmung zwischen dem Fußball-Star Lionel Messi und seinem Ex-Klub FC Barcelona ist getrübt – um nicht zu sagen: völlig am Boden. Nachdem Details aus dem Mega-Vertrag des Argentiniers bei den Katalanen im Januar 2021 an die Öffentlichkeit geraten waren, reagierte Messi stocksauer.

Irgendjemand hatte der katalanischen vereinsnahen Zeitung "Mundo Deportivo" etwa die Mega-Summe genannt, die der Stürmer bei Barça kassierte – unglaubliche 555 Millionen Euro in vier Jahren. Messi zog Konsequenzen: Nach 21 Jahren bei Barça verließ er die Katalanen gen Paris Saint-Germain.

Nun folgt der nächste Hammer, der die Kluft zwischen dem Klub und Messi weiter vertiefen dürfte: Offenbar zogen die Barça-Verantwortlichen auf übelste Weise über den Fußballer her.

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Messi wechselte nach 21 Jahren zu Paris Saint-Germain.Bild: jose Breton / imago images

Barças Führungsriege lästert übel über Messi: "Kanalratte"

Konkret geht es um einen Bericht der spanischen Zeitung "El Periodico". Sie veröffentlichte am Donnerstag einen Artikel, der einschlug wie eine Bombe. Demnach liegen der Redaktion Nachrichten aus einer Whatsapp-Gruppe vor, in der während Messis Abgang in Barcelona 2021 heftig gelästert worden sei.

Besonders schwer wiegen die angeblichen Aussagen von Roman Gomez Ponti, dem Ex-Chef der Rechtsabteilung von Barça. Er beleidigte Messi unter anderem als "Kanalratte" und "hormonellen Zwerg". Konkret schrieb er etwa über den Superstar: "Barto (Ex-Präsident Bartomeu, Anm. d. Red.), wirklich, du kannst nicht nett zu dieser Kanalratte sein."

Offenbar war er verärgert über Messis Verhalten, wie der nächste Teil des Chats zeigt:

"Der Klub hat ihm alles gegeben und er hat sich dem Ziel verschrieben, eine Diktatur von Neuverpflichtungen, Transfers, Vertragsverlängerungen und Sponsorenverträgen nur für ihn zu organisieren."
Roman Gomez Ponti über Lionel Messi

Ponti spielt auf Messis Hormonbehandlung in der Jugend an und beleidigt ihn

Danach beleidigte Ponti den Fußballer noch weiter – unter anderem mit Anspielung auf dessen Hormonbehandlung in der Jugend. Der Argentinier hatte sich wegen einer Wachstumsstörung eine Hormontherapie unterzogen. Die Behandlung war damals auf Kosten des FC Barcelona gegangen. Ponti wetterte:

"Vor allem die Anhäufung von Erpressung und Unhöflichkeit, die der Klub und wir, die im Klub arbeiten, von diesem hormongesteuerten Zwerg erdulden mussten, der Barça sein Leben verdankt... ach!"

Barças Ex-Generaldirektor gesteht eigene Fehler ein: "Schadet Image"

Ponti zog in dem Chat aber nicht allein über Messi her. Mit in der Gruppe waren unter anderem auch andere Ex-Vorstände sowie der Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu. Der Ex-Generaldirektor Oscar Grau stimmte Ponti zu, ließ kein gutes Haar am Superstar.

Er stieg in die Beleidigungen mit ein, wenn auch in gemäßigterem Ton. Der Ex-Generaldirektor schrieb als Antwort auf Pontis Schimpftiraden: "Ja. Ich stimme in vielen Dingen zu, aber Barça steht an erster Stelle, und diese Art von Artikel (gemeint ist der Leak von 2021, Anm. d. Red.) schadet dem Image des Vereins."

Wer für die Enthüllungen des Giga-Vertrages von Messi bei Barça verantwortlich war, ist bis heute ungeklärt. Allerdings gibt es Gerüchte, dass Barças aktueller Präsident Joan Laporta dahinter stecken könnte. Ihm wird nachgesagt, dass er damit Bartomeu als Boss der Katalanen verdrängen wollte.

Ponti beleidigte auch andere Spieler heftigst: "Hure"

Ponti ist nicht gerade für seine Zurückhaltung bekannt. Messi ist nicht der einzige, der von der Ex-Führungskraft diskreditiert wurde. Auch die beiden Barça-Legenden Gerard Piqué und Sergio Busquets mussten von Ponti via Whatsapp Beleidigungen einstecken.

BARCELONA, SPAIN - MARCH 3: Ousmane Dembele of FC Barcelona celebrates 1-0 with Sergio Busquets of FC Barcelona, Clement Lenglet of FC Barcelona, Oscar Mingueza of FC Barcelona, Frenkie de Jong of FC  ...
Mehrere (Ex-)Barça-Spieler gerieten ins Kreuzfeuer von Ponti.Bild: Getty Images Europe / Soccrates Images

So hatte er Piqué nach dem 2:8-Debakel gegen Bayern in der Champions League im Jahr 2020 eine "Hure" genannt. Sergio Busquets bezeichnete er als "nicht transferierbar".

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