Jürgen Klopp (dritter von links) sortiert sein Team nach dem Platzverweis von Darwin Núñez um.
Jürgen Klopp (dritter von links) sortiert sein Team nach dem Platzverweis von Darwin Núñez um. Bild: imago / pa images

FC Liverpool: Klopp findet deutliche Worte zum Rot-Ausraster von Darwin Núñez

16.08.2022, 13:14

Der Fehlstart des FC Liverpool in die neue Premier-League-Saison ist perfekt. Auf das 2:2 im ersten Spiel gegen Aufsteiger FC Fulham ließen die Reds ein 1:1 gegen Underdog Crystal Palace folgen. Stürmer Darwin Núñez, der zum Saisonauftakt noch einer der Helden des Spiels war, hatte einen wesentlichen Anteil daran, dass Liverpool nach zwei Partien immer noch auf seinen ersten Sieg wartet.

Wegen einer Tätlichkeit gegen Palace-Verteidiger Joachim Andersen flog der Neuzugang in der 57. Minute vom Platz. Sein Team musste deshalb über eine halbe Stunde in Unterzahl spielen. "Darwin hat seine Teamkollegen im Stich gelassen", kritisierte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp nach dem Spiel. "Ich werde ihn für eine Nacht in Ruhe lassen und dann morgen mit ihm reden", kündigte der deutsche Coach an.

Núñez darf sich laut Klopp nicht provozieren lassen

"Es gab eine Provokation, aber das war definitiv die falsche Reaktion", sagte Klopp zu der Situation in der 57. Spielminute. Núñez hatte auf einen Schubser von Gegenspieler Joachim Andersen mit einem Check Richtung Kopf reagiert. Sein Trainer hat dafür kein Verständnis. Núñez müsse wissen, "dass Verteidiger ihn noch öfter auf diese Weise angehen werden".

Die Konsequenz aus der unbedachten Aktion: Der 23-jährige Uruguayer wird Liverpool in drei Ligaspielen fehlen. Gegen Manchester United, Bournemouth FC und gegen Newcastle United muss Klopp auf den gesperrten Stürmer verzichten. Dieser werde aus seinem Fehler lernen, glaubt der Trainer. "Leider hat er jetzt drei Spiele dafür Zeit. Das ist nicht cool für uns."

Liverpool plagen Verletzungssorgen

Durch die Ausfälle von Stammspielern wie Joel Matip, Ibrahima Konaté, Thiago und Diogo Jota sind Klopps Handlungsoptionen nämlich ohnehin schon eingeschränkt. "Wir hatten eine wirklich schwierige Woche", berichtete der Trainer. "Es war, als wäre eine Hexe im Haus gewesen, ernsthaft. Jeden Tag hat es jemanden anderen aus den verrücktesten Gründen erwischt."

Die Sperre von Núñez wolle man nun mit physischer Arbeit für den Stürmer "produktiv nutzen", kündigte Klopp an. "Nicht als Strafe, sondern um ihn stärker zu machen."

(nik)

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