Schreibt Geschichte: Stéphanie Frappart wird die erste Frau sein, die eine Champions-League-Begegnung im Männerfußball pfeift.
Schreibt Geschichte: Stéphanie Frappart wird die erste Frau sein, die eine Champions-League-Begegnung im Männerfußball pfeift.Bild: imago images / PanoramiC

Stéphanie Frappart pfeift als erste Frau ein Champions-League-Spiel der Männer

01.12.2020, 16:26

Am fünften Spieltag der laufenden Champions-League-Gruppenphase stehen nicht nur große Weltstars und Toptrainer im Vordergrund. Ein ebenso wichtiger Name ist an diesem Spieltag der von Stéphanie Frappart.

Die 36-jährige Schiedsrichterin wird am Mittwoch bei dem Aufeinandertreffen zwischen Juventus Turin und Dynamo Kiew die erste Frau sein, die in der Königsklasse ein Spiel pfeift.

Klopp lobt Schiedsrichterin und die Uefa-Entscheidung, sie pfeifen zu lassen: "Es ist überfällig"

Auf einer Pressekonferenz im vergangenen Jahr hat Liverpool-Manager Jürgen Klopp die Französin bereits in den höchsten Tönen gelobt. "Ich bin sehr glücklich, dass wir Teil dieses historischen Moments sein können. Es ist überfällig", sagte der 53-Jährige damals. Frappart hatte die Uefa-Supercup-Partie zwischen dem FC Liverpool und dem FC Chelsea gepfiffen. Nach dem Spiel war der deutsche Erfolgscoach von der Leistung der Schiedsrichterin begeistert. "Hätten wir so gespielt, wie sie gepfiffen hat, dann hätten wir 6:0 gewonnen", scherzte Klopp.

Im selben Jahr hatte Frappart außerdem das WM-Finale der Frauen geleitet. Danach ließ sich die Uefa aber Zeit mit weiteren Schritten. Erst im Oktober 2020 kam sie wieder international als Referee zum Einsatz. Bei der Partie zwischen Leicester City und Sorja Luhansk aus der Ukraine schien sie dann auch die letzten Zweifler überzeugt zu haben.

Stéphanie Frappart leitete das WM-Finale der Frauen 2019.
Stéphanie Frappart leitete das WM-Finale der Frauen 2019.Bild: imago images / PA Images

"Frappart hat über Jahre hinweg gezeigt, dass sie eine der besten Schiedsrichterinnen ist", sagte Roberto Rosetti, Schiedsrichterchef der Uefa, und fügte hinzu: "Und zwar weltweit."

(vdv)

"Schlimmste Zeit meiner Karriere": Bayern-Star spricht über Bankdrücker-Dasein

Als Lucas Hernandez im Sommer 2019 zu Bayern München wechselte, befand er sich auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere. Der damals 23-Jährige war ein Jahr zuvor mit Frankreich Weltmeister geworden und überzeugte auch bei seinem Verein Atletico Madrid. Ganze 80 Millionen Euro ließen sich die Bayern die Dienste von Hernandez darum kosten – bis heute ist er damit der teuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte.

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