PSG-Stürmer Neymar soll seine Wut nach dem Ausscheiden in der Champions League an einem Mitspieler ausgelassen haben. Der Brasilianer bezeichnet die Vorwürfe als Lüge.
PSG-Stürmer Neymar soll seine Wut nach dem Ausscheiden in der Champions League an einem Mitspieler ausgelassen haben. Der Brasilianer bezeichnet die Vorwürfe als Lüge. Bild: imago images / IMAGO/Jorge Ropero

Nach CL-Aus: Neymar bestreitet Mitspieler-Zoff – PSG-Bosse drohen Schiedsrichter

10.03.2022, 19:33

Der Frust bei Paris Saint-Germain war groß nach der 1:3-Niederlage gegen Real Madrid. PSG flog dadurch aus der Champions League. Vor allem eine Szene sorgte bei den Verlierern für Aufregung. Stürmer Neymar und Torhüter Gianluigi Donnarumma sollen deshalb in der Kabine aneinander geraten sein.

Was war geschehen? Es lief die 61. Spielminute, als PSG-Torwart Donnarumma von Real-Stürmer Karim Benzema bedrängt wurde und den Ball anschließend unkontrolliert zu Gegenspieler Vinicius Jr. spielte. Dieser legte dann auf Benzema ab, der den 1:1-Ausgleichstreffer erzielte.

Angeblich soll Neymar seinem Teamkollegen nach der Partie diesen Fehler vorgehalten haben, der den den Beginn der Madrider Aufholjagd markierte. So berichtet es die spanische Sportzeitung "Marca". Donnarumma habe den Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen wollen und erwiderte, dass sich auch Neymar vor dem zweiten Madrider Treffer einen folgenschweren Fehler geleistet habe.

Der Streit soll zunehmend heftiger und beide Spieler handgreiflich geworden sein. Bevor die Situation weiter eskalieren konnte, seien PSG-Spieler und Mitarbeiter dazwischen gegangen, so "Marca".

Laut Neymar gab es keine Auseinandersetzung mit Donnarumma

Neymar selbst hat sich jetzt auf Instagram zu den Berichten über den vermeintlichen Kabinen-Zoff geäußert. "Ich hasse es, über diese Berichte reden zu müssen, aber es ist eine Lüge", stellte er via Instagram-Story klar. "Es gab keine Auseinandersetzung in der Umkleide."

Dazu postete er einen WhatsApp-Chatverlauf mit Donnarumma, in dem sich dieser "für gestern Abend" entschuldigte und den verlinkten "Marca"-Bericht als "inakzeptabel" bezeichnete. Neymars Antwort: "Keine Sorge, so etwas kann im Fußball passieren. Wir sind ein Team und stehen zu dir. Du bist noch sehr jung und du wirst noch viel gewinnen."

screenshot via instagram.com/neymarjr

Die Geschichte um Neymar und Donnarumma war aber nicht der einzige Aufreger nach dem Spiel. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll die Wut über das verlorene Achtelfinale auch bei Präsident Nasser Al-Khelaifi und Sportdirektor Leonardo in Gewalt umgeschlagen sein.

Was sich nach dem Spiel in den Katakomben des Madrider Stadions abspielte, dazu gibt es widersprüchliche und bislang nicht bestätigte Informationen. Angeblich versuchten die PSG-Bosse, in die Schiedsrichterkabine zu kommen. Sie waren wütend darüber, dass der niederländische Referees Danny Makkelie in der Situation, als Donnarumma den Ball verlor, nicht auf Foulspiel gegen Real Madrid entschied.

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi (Mitte) und Sportdirektor Leonardo (rechts) haben nach der Niederlage gegen Real Madrid angeblich den Schiedsrichter bedroht.
PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi (Mitte) und Sportdirektor Leonardo (rechts) haben nach der Niederlage gegen Real Madrid angeblich den Schiedsrichter bedroht.Bild: MAXPPP / Fred Dugit

Al-Khelaifi und Leonardo sollen deshalb den Schiedsrichter bedrängt haben, der sich in seiner Kabine verschanzte. Der PSG-Präsident soll zudem nach der Fahne eines Assistenten geschlagen und diese beschädigt haben.

Ein Mitarbeiter von Real Madrid hat die Szene angeblich gefilmt. Als Al-Khelaifi das bemerkt habe, soll er den Mann bedroht haben. Laut "Marca" hat er angeblich "Ich bringe dich um" gesagt. Das erwähnte Video soll der Uefa vorliegen. Im Internet ist es bisher noch nicht aufgetaucht.

(nik)

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