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Irre Theorie zum Labbadia-Aus: Es lag am gegnerischen Trainer

Berlin, 23.01.2021, Fu
Bruno Labbadia begrüßt den Maske-tragendenden Rivalen Florian Kohfeldt vor dem Spiel.Bild: www.imago-images.de / Andreas Gora
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Irre Theorie zum Labbadia-Aus: Es lag an Trainer von Gegner

25.01.2021, 17:1825.01.2021, 17:18
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Die Berliner mussten am Samstag eine 4:1-Niederlage gegen Bremen einstecken und nach dem Spiel kam die Nachricht: Bruno Labbadia nimmt seinen Hut. Der 54-Jährige war nicht der einzige, der gehen musste, auch der Manager Michael Preetz wurde gefeuert.

Nun soll Pal Dardai, der bereits von Februar 2015 bis Juni 2019 die Hertha trainierte, die Berliner vor dem Abstieg bewahren. Arne Friedrich übernimmt bis zum Sommer die Aufgaben von Michael Preetz.

Für den Werder Trainer Florian Kohfeldt ist das keine Überraschung mehr, denn Labbadia ist schon der vierte Trainer, den er quasi in die Arbeitslosigkeit geschickt hat. Seit 2017 hat der Kohfeldt-Fluch in der Liga mehr Jobs vernichtet als jeder andere Trainer.

Florian Kohfeldt hat schon zwei Hertha Trainer auf dem Gewissen

Am 9. Dezember 2017 fing es an, als Werder in Dortmund mit 2:1 siegte. Daraufhin gab Peter Bosz seinen Trainerposten auf. Drei Jahre später, am 27. September 2020, verließ David Wagner Schalke 04, nach einer 1:3-Niederlage. Bei Hertha ist Labbadia schon das zweite Opfer der Serie. Am 9. April 2020 musste Alexander Nouri gehen, nachdem es nur zu einem 2:2 gegen Bremen gereicht hatte.

Kohfeldt ist nicht stolz auf seinen Rekord. "Das ist unangenehm. Es ist nie schön, wenn ein Trainer-Kollege gehen muss", sagte er schon vor dem Spiel. Auch im Nachhinein hatte er nur gute Worte über seinen Rivalen zu verlieren. "Ich habe keine leblose Mannschaft gesehen. Das ist einfach ein Top-Trainer in der Liga. Ich finde ihn beeindruckend", sagte er über Labbadia.

Bruno Labbadia nannte die Niederlage eine "Enttäuschung"

Der jetzige Ex-Hertha Trainer schätzte die Leistung pessimistischer ein. "Wir haben uns mehr Chancen gegen Werder Bremen herausgespielt als Leverkusen oder Gladbach. Wenn man es zusammengefasst, kassieren wir zu einfache Tore und vergeben zu viele Chancen. Es ist eine riesige Enttäuschung", sagte er nach dem Spiel.

(lfr)

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