Dortmund-Trainer Marco Rose auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Besiktas Istanbul.
Dortmund-Trainer Marco Rose auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Besiktas Istanbul.bild: bvb.de/screenshot watson

"Ungerecht behandelt": BVB-Trainer Rose mit erneuter Kritik an Schiedsrichter Zwayer

06.12.2021, 13:19

So richtig abschließen konnte Marco Rose mit den Ereignissen von Samstagabend noch nicht. Auch zwei Tage nach der 2:3-Niederlage gegen FC Bayern beschäftigten den Trainer die zwei spielentscheidenden Szenen: der nicht gegebene Elfmeter für sein Team nach Foul an Marco Reus und der Strafstoß gegen seine Mannschaft nach Handspiel von Mats Hummels.

"Ich würde lügen, wenn es mich kaltgelassen hätte. Ich hatte eine unruhige Nacht, weil ich mich ungerecht behandelt gefühlt habe und ich bin ein Mensch, der für Gerechtigkeit steht", sagte der 45-Jährige auf einer Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Besiktas Istanbul am Montagmittag.

Der Dortmunder Cheftrainer fühlte sich am Samstagabend sogar so unfair von Schiedsrichter Felix Zwayer behandelt, dass er sich minutenlang lautstark aufregte und in der 78. Minute vom Schiedsrichter die Gelb-Rote-Karte sah und auf die Tribüne geschickt wurde.

Doch Rose wollte am Montag nicht weiter auf das verlorene Spitzenspiel und die Umstände eingehen. "Wir sollten einen Haken dran machen. Morgen ist Champions League und der DFB hat mit kleineren Interviews auf seine Art und Weise das Thema abmoderiert."

Denn nicht nur Schiedsrichter Zwayer erklärte nach dem Spiel beim TV-Sender Sky seine Beweggründe, in der einen Situation auf Elfmeter zu entscheiden und in der anderen nicht. Auch Videobeweis-Projektleiter Jochen Drees erklärte in einer auf der DFB-Homepage veröffentlichen Mitteilung, dass Zwayer richtig gehandelt habe.

"Dennoch bin ich der Meinung, dass in diesem Spiel zu oft mit zweierlei Maß gemessen wurde", machte der Dortmunder Trainer aber nochmal deutlich.

Rose appelliert an den DFB

Für weitere Aufregung nach dem Spiel sorgte die Anzeige von DFB-Schiedsrichterbeobachter Marco Haase, der im Verbands-Schiedsrichter-Lehrstab des Niedersächsischen Fußballverbands tätig ist.

Haase stellte diese Anzeige wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gegen BVB-Profi Jude Bellingham. Der 18-Jährige sagte in einem Interview nach dem Spiel: "Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal ein Spiel verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was soll man da erwarten?"

Rose appellierte auch in diesem Zusammenhang an die Abmoderation des DFB. "Man sollte alles, was noch kommen könnte, weglassen."

Da Haase die Anzeige als Privatperson und ohne Kenntnis des DFB stellte, drohen dem BVB-Jungstar auch keinerlei juristische Konsequenzen. Viel mehr wird mit einer Geldstrafe im fünfstelligen Bereich wegen "krass sportwidrigen Verhaltens" gerechnet.

(lgr)

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