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Jessy Wellmer (r.) und Bastian Schweinsteiger moderierten den "Sportschau"-Abend beim Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und Schweiz. screenshot ard

Nach Länderspiel-Übertragung: Schweizer Kommentator entschuldigt sich bei ARD

Da sage noch einer, die Schweizer hätten ein gemütliches oder gar wenig Temperament...

Der welsche Kommentator David Lemos vom schweizerischen TV-Sender RTS war während der Fußballübertragung am Dienstagabend so laut, dass sich ARD-Moderatorin Jessy Wellmer in der Halbzeit im Namen des Senders bei den deutschen Zuschauern – mit einem Augenzwinkern – entschuldigte, bevor die zweiten 45 Minuten der Nations-League-Partie zwischen Deutschland und Schweiz (3:3) begannen. Lemos' Stimme war nämlich selbst in der ARD gut zu hören.

ARD: Jessy Wellmer entschuldigt sich bei den Zuschauern wegen des Schweizer Kommentators – der entschuldigt sich dann auch

Wellmer erklärte: "Liebe Zuschauer, wenn sie den Schweizer Kommentator immer auf Französisch haben sprechen hören neben Tom Bartels (der ARD-Kommentator, d. Red.), dann liegt das daran, dass hier im Stadion wirklich niemand ist, zwischen den Kommentatoren nur Plexiglasscheiben stehen und der Schweizer Kollege einfach so wahnsinnig temperamentvoll ist, dass sie ihn immer mitgehört haben."

Am Mittwochvormittag meldete sich Lemos, der für RTS die Nati-Spiele für den französischsprachigen Teil der Schweiz kommentiert, daraufhin persönlich und entschuldigte sich ebenfalls – mit einem Augenzwinkern. Bei Twitter schrieb der Romand den deutschen TV-Kollegen:

"Sorry @DasErste. #wahnsinnigtemperamentvoll"

Er versprach außerdem, dass er "weniger 'laut' sein werde, wenn die Schweiz das nächste Mal drei Tore gegen Deutschland in einem leeren Stadion erzielt."

Hier der Tweet von David Lemos mit der entsprechenden Szene aus der Halbzeit:

Offenbar empfand er sich selbst gar nicht lauter als sonst. Selbstironisch steht seit Mittwoch in Lemos' Twitter-Bio auf Deutsch: "Wahnsinnig temperamentvoll."

Wie auch immer. Bei drei Toren gegen den großen Nachbarn mit den vier Weltmeistersternen auf der Brust darf man aber auch mal ein bisschen emotional werden.

(as)

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