Nachdem Mats Hummels bei der CL-Partie gegen Ajax Amsterdam in der 29. nach einer Roten Karte vom Platz musste, machte er seinem Ärger im Live-TV Luft. Jetzt stellen sich immer mehr Profis auf seine Seite.
Nachdem Mats Hummels bei der CL-Partie gegen Ajax Amsterdam in der 29. nach einer Roten Karte vom Platz musste, machte er seinem Ärger im Live-TV Luft. Jetzt stellen sich immer mehr Profis auf seine Seite.Bild: www.imago-images.de / Maik Hölter/TEAM2sportphoto

Aufregung um rote Karte: Ex-Weltmeister nimmt Hummels in Schutz

04.11.2021, 13:27

Nach der Benfica-Gala der Bayern am Dienstag, folgte Mittwoch der nächste Champions-League-Hammer beim Spiel des BVB gegen Ajax Amsterdam. Nach der 1:3-Niederlage gegen Ajax müssen die Dortmunder jetzt zittern, ob sie es noch ins Achtelfinale schaffen. Doch den eigentlichen Aufreger lieferte Borussia-Star Mats Hummels nach dem Match bei Dazn.

Hummels wurde direkt in der 29. Minute mit Rot vom Platz gestellt. Verständlich, dass sich da bis zum Spielende einiges an Frust aufgebaut hatte. Noch verständlicher, wenn man in die Überlegung mit einbezieht, dass die Rote Karte möglicherweise unrechtmäßig vergeben wurde. Dieser Meinung ist jedenfalls Hummels, der seinem Ärger nach der Partie im Live-TV Luft machte. Er fand klare Worte für die Entscheidung des Schiedsrichters Michael Oliver:

"Ich habe keine Ahnung, wie man Rot geben kann. Ich habe keine Ahnung, wie man als Schiedsrichter auf angeblichem Champions-League-Niveau auf die Idee kommen kann, Rot zu geben"
Mats Hummels über Schiedsrichter Michael Oliver

Hummels: "Für mich eine absurde Fehlentscheidung"

Nach einer Grätsche seines Gegenspielers Antony schickte der englische Schiedsrichter Hummels mit Rot vom Spielfeld. Bei der Aktion ging Hummels zwar auf volles Risiko, dennoch traf er den Ajax-Profi nicht. Stattdessen, erklärte Hummels nach dem Spiel, landete Antony auf seiner Wade. "Ich bin direkt draufgeblieben, weil er mir auf die Wade gestiegen ist. Man spürt das ja selbst", betonte der Profi.

Hummels forderte: "Ich habe gesagt, die sollen sich das jetzt anschauen, dann muss er (der Schiedsrichter, d. Red.) mir Gelb geben, damit er nicht ganz doof dasteht mit der Entscheidung. Als er bei der Roten geblieben ist, war ich absolut ungläubig." "Für mich eine absurde Fehlentscheidung", findet Hummels.

"Falls er das beruflich macht"

Oliver blieb auch nach der Rücksprache mit dem VAR bei seiner umstrittenen Entscheidung. Offenbar gab der Video-Schiedsrichter keine Review-Empfehlung. Auch dies kritisiert der BVB-Verteidiger nach dem Spiel hart: "Das muss der Videoschiedsrichter, falls er das beruflich macht, selber sehen."

Trotz einem Gespräch mit Oliver direkt nach Schlusspfiff, rechnet Hummels damit, dass seine Sperre für das Spiel am 24. November bei Sporting Lissabon bestehen bleibt. "Nach menschlichem Ermessen sagst du, da hat der Schiedsrichter ins Klo gegriffen. Wir alle wissen, dass sowas eigentlich immer bestehen bleibt. Deswegen rechne ich fest damit, dass ich die Reise nach Lissabon nicht mit antreten werde."

Zuspruch von Schweinsteiger und Hünemeier

Auch das Netz lässt die Aktion des Schiedsrichters Oliver gegen Hummels nicht kalt. Am Donnerstagmorgen war der Hashtag #BVBAJA einer der Top-Aufreger auf Twitter. Auch Ex-Bayern-Star Bastian Schweinsteiger hat sich dazu geäußert und nimmt Hummels auf Twitter in Schutz: "Keine Rote Karte für Hummels", schreibt er auf der Plattform.

Immer mehr Profis stellen sich auf Hummels Seite: Auch der Paderborn Defensiv-Mann und ehemalige Hummels-Kollege beim BVB, Uwe Hünemeier, machte seinem Ärger über die Entscheidung der Roten Karte auf Twitter Luft: Er betitelt diese als "Größten Witz".

(lc)

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