Jude Bellingham (rechts) im Zweimkampf mit Ingolstadts Marc Stendera, der ihn nach dem Spiel in höchsten Tönen lobte.
Jude Bellingham (rechts) im Zweimkampf mit Ingolstadts Marc Stendera, der ihn nach dem Spiel in höchsten Tönen lobte. Bild: www.imago-images.de / Revierfoto

"Ist und bleibt Spieler von Borussia Dortmund": BVB-Chef Kehl mit klarer Ansage zu Jungstar

27.10.2021, 08:3027.10.2021, 16:14

Jude Bellingham ist aktuell in einer überragenden Form. Auch beim 2:0-Heimsieg im DFB-Pokal am Dienstagabend gegen den FC Ingolstadt war der erst 18-jährige Mittelfeldspieler der Dreh- und Angelpunkt im Dortmunder Spiel.

"Wir hatten viel Spaß, Jude spielen zu sehen. Er strahlt Verantwortung aus. Er muss nicht viel reden, er macht all das, was man sich als Trainer wünscht", sagte auch sein Trainer Marco Rose nach dem Spiel bei Sport1.

Selbst Gegenspieler Marc Stendera war nach der Partie sichtlich beeindruckt vom englischen Nachwuchsstar. "Der Junge ist 18. Ich habe das erste Mal heute gegen ihn gespielt. Da kann man nur schwärmen, auch als Zuschauer. Das ist schon brutal in dem Alter."

Das ist natürlich auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben. Denn beim BVB gibt es nicht nur um Erling Haaland immer wieder neue Transfergerüchte, sondern mittlerweile auch um Bellingham. In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Spekulationen, dass FC Liverpool um Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp den Engländer unbedingt verpflichten will.

Bellingham ohne Ausstiegssklausel

Doch Dortmunds Lizenzspielerchef Sebastian Kehl hält von diesen Spekulationen gar nichts. "Er ist Spieler von Borussia Dortmund und bleibt Spieler von Borussia Dortmund", machte der 41-Jährige vor dem Pokalspiel bei Sport1 klar und kommentierte auch die Gerüchte rund um den FC Liverpool: "Er hat einen Markt, der nicht nur Liverpool bedeuten könnte." So wurde vor einigen Monaten auch Real Madrid ein ernsthaftes Interesse nachgesagt.

Doch im Gegensatz zu Torjäger Haaland hat Bellingham in seinem Vertrag keine Ausstiegsklausel verankert, dass er den Verein im kommenden Sommer für eine bestimmte Ablösesumme verlassen darf. "Es gibt keine Schmerzgrenze und auch keine Ausstiegsklausel", verdeutlichte Kehl. Der BVB ist also nicht gezwungen, den Mittelfeldstar im Sommer zu verkaufen.

Noch ist der 18-jährige Fanliebling vertraglich bis Juni 2025 an die Borussia gebunden und laut Kehl gibt es keine Anzeichen, dass er Dortmund bald verlassen könnte. "Wir wissen, dass Jude langfristig an uns gebunden ist, da diskutieren wir auch gar nicht lange", stimmte ihm Trainer Marco Rose zu.

Damit das aber gelingt, muss der amtierende DFB-Pokalsieger die Jungstars wie Bellingham und Haaland weiter mit Titelgewinnen überzeugen. "Wir können bei Borussia Dortmund einiges bieten. Wir wollen Titel gewinnen, dafür müssen wir die Jungs aber halten", beschreibt Kehl die etwas verzwickte Lage.

(lgr)

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