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Lucien Favre erzählte vor dem Spiel gegen Inter Mailand von einem folgenschweren Telefonat vor fast zehn Jahren. Bild: Jan Huebner/Bywaletz via www.imago-images.de

Favre lüftet neun Jahre altes Transfer-Geheimnis des BVB

Seit nicht einmal anderthalb Jahren ist Lucien Favre bei Borussia Dortmund Trainer. Zuvor war der Schweizer unter anderem bei der Konkurrenz in der Bundesliga angestellt: Als Cheftrainer bei Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach versuchte der heute 62-Jährige dem BVB Punkte abzuluchsen – doch schon vor seiner Amtszeit in Dortmund hatte er dem BVB einen großen Gefallen getan.

Auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand verriet Favre, dass er einem heutigen BVB-Star vor fast zehn Jahren zu einem Wechsel nach Dortmund riet. Es ging um keinen Geringeren als Außenverteidiger Lukasz Piszczek.

"Niemand weiß das", sagte Favre über das lang gehütete Geheimnis. "Lukasz hat mich angerufen – ich war nicht mehr Trainer bei Hertha, er hatte nicht mehr lange Vertrag", erklärte Favre, der bis 2009 Trainer bei Hertha war. Damals habe Piszczek ein Angebot vom BVB gehabt und wollte eine Einschätzung seines Ex-Trainers bei Hertha BSC. "Ich sagte ihm: Mach es, und wenn du zu Fuß hingehen musst", sagte Favre.

Favre riet Piszczek zu einem erfolgreichen Wechsel

Der Rest ist eine einzige Erfolgsgeschichte: Vor über neun Jahren, im Sommer 2010, wechselte Piszczek von Hertha BSC zu Borussia Dortmund. Der Wechsel sollte sich für den BVB und den polnischen Nationalspieler auszahlen: Zusammen gewannen sie zwei Deutsche Meisterschaften, zwei Pokalsiege, drei Supercups und zogen gemeinsam bis ins Champions-League-Finale ein.

Das Verhältnis zwischen Favre und Piszczek war schon vorher sehr eng. Es war immerhin Favre, der den großen Durchbruch des mittlerweile 34-Jährigen ermöglichte: Favre hatte in Berlin den Stürmer Piszczek zu einem der besten Verteidiger der Bundesliga umgeschult. Vor anderthalb Jahren gab es das große Wiedersehen beim BVB.

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Vor über zehn Jahren schon zusammen in Berlin: Lukasz Piszczek und sein Trainer Lucien Favre. Bild: imago images / Contrast

Nach Verletzungsproblemen spielte Piszczek in der Bundesliga zuletzt zweimal über 90 Minuten auf der Rechtsverteidigerposition – und der BVB blieb nach zuvor schwachen Spielen ohne Gegentor gegen Schalke (0:0) und Wolfsburg (3:0). Am Dienstag glückte dem BVB gegen Inter Mailand: Nach einem 0:2-Rückstand gewannen die Borussen das Spiel mit 3:2.

Vier Punkte aus den beiden Duellen mit dem FC Barcelona (Auswärts, 27.11.) und Slavia Prag (Zuhause, 10.12.) führen sicher in die K.o.-Runde.

(bn)

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