Ilkay Gündogan und Emre Can: Was sie liken, fällt auf.
Ilkay Gündogan und Emre Can: Was sie liken, fällt auf.Bild: team 2/imago

Wirbel um türkischen Salut-Jubel: Löw verteidigt Likes von Gündogan und Can

14.10.2019, 01:4014.10.2019, 06:36

Nach dem 3:0 Sieg der Nationalmannschaft in Estland sprechen die Fans weiterhin über zwei Likes. Die Nationalspieler Ilkay Gündogan und Emre Can hatten auf Instagram ein Foto geliked, das türkische Fußballer zeigt, die nach dem Siegtor von Cenk Tosun beim 1:0 gegen Albanien mit der Hand an der Stirn salutieren.

  • Der türkische Verband teilte zu dem Foto mit, der Militärgruß sei den bei der "Operation Friedensquelle" eingesetzten türkischen Soldaten gewidmet gewesen.
  • Der Militäreinsatz richtet sich gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien und wird international verurteilt.
  • Die beiden Nationalspieler wurden für ihre Aktion teilweise scharf kritisiert.

Bundestrainer Joachim Löw sah in der Zustimmung der beiden für den Salut-Torjubel auf "keinen Fall ein politisches Statement". Für Löw war nach dem Spiel klar: "Wer beide Spieler kennt, der weiß, dass sie gegen Terror, gegen Krieg sind."

Löw verteidigt Gündogan und Can

Die Erklärung des Bundestrainers weiter: "Beide wollten dem Spieler, mit dem sie mal zusammengespielt haben, einfach nur gratulieren." Löw sah keinen Grund für Aufregung: "Ich habe auch erfahren, dass beide sofort ihre Likes weggenommen haben. Das beste Statement hat Ilkay auf dem Platz gegeben mit seinem Spiel. Er hat die Mannschaft in Unterzahl hervorragend geführt im Mittelfeld."

Gündogan erzielte beim Sieg des DFB-Teams gegen Außenseiter Estland in Unterzahl zwei Tore und bereitete das 3:0 des Leipzigers Timo Werner vor. "Wer Ilkay kennt, weiß, dass er sich vollkommen distanziert von solchen Dingen", erklärte Löw in der Pressekonferenz nach der Partie.

Die türkisch-stämmigen Nationalspieler Gündogan und Can versicherten nach dem Abpfiff nochmals, dass ihre Likes allein Tosun gegolten und keine politische Botschaft dargestellt hätten.

(pb/dpa)

10 Fast-Transfers, die nur knapp scheiterten

1 / 23
10 Fast-Transfers, die nur knapp scheiterten
quelle: imago sportfotodienst
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Reckers' Videobeweis: Transfermarkt-Rekord – ein Alarmsignal

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Rennfahrerin Laura-Marie Geissler will sich mit NFTs finanzieren: "Wurde immer aufs Frausein reduziert"

Rennen fahren ist eine teure Leidenschaft. In wohl kaum einer anderen Sportart scheitern so viele junge Talente an finanziellen Hürden wie im Motorsport. Denn nicht nur ein schnelles Fahrzeug kostet viel Geld, auch Rennanzüge, Antrittsgebühren und Reisekosten müssen bezahlt werden. Aus der Haushaltskasse können das nur ganz wenige finanzieren. Viele Talente sind deshalb auf die Unterstützung durch Sponsor:innen angewiesen.

Zur Story