Julian Brandt (l.) schützt seinen Ex-Teamkollegen Özil (r.) : "Nur auf ihn einzudreschen, ist einfach falsch."
Julian Brandt (l.) schützt seinen Ex-Teamkollegen Özil (r.) : "Nur auf ihn einzudreschen, ist einfach falsch."Bild: imago sportfotodienst

"Einfach falsch" – Julian Brandt hat eine klare Meinung bei der Özil-Diskussion

01.08.2018, 19:1001.08.2018, 19:18
Alexander Kohne, zell am See

Auch zwei Wochen danach ist der Rücktritt von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft das dominierende Thema im deutschen Fußball. Nach der öffentlichen Diskussion um Özils Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem anschließenden WM-Aus des deutschen Teams hielten sich viele DFB-Mitspieler mit Äußerungen dazu zurück.

Julian Brandt bezieht nun klar Stellung. Bei einem Pressegespräch während des Trainingslagers von Bayer Leverkusen in Zell am See/Kaprun erklärte der 22-Jährige klipp und klar: "Mesut ist auf gar keinen Fall der Grund dafür, dass wir ausgeschieden sind." Der Arsenal-Regisseur habe zwar nicht seine beste Leistung abgerufen, aber "das haben wir alle nicht."

"Nur auf ihn einzudreschen, ist einfach falsch."
Julian Brandt über Mesut Özil

Mitte Mai, gut einen Monat vor WM-Start, waren Fotos aufgetaucht, die Özil und Mitspieler Ilkay Gündogan gemeinsam mit Erdogan zeigen. Draus entwickelte sich eine öffentliche Debatte, die rund um das DFB-Team für große Unruhe sorgte. Brandt wollte das aber nicht als Grund für das peinliche Aus in der Vorrunden-Gruppe mit Mexiko, Schweden und Südkorea gelten lassen: 

"Während des Turniers hat uns das nicht eingeschränkt oder vom Wesentlichen abgehalten. Das war intern nicht Gesprächsthema."
Julian Brandt über das Erdogan-Foto von Özil und Gündogan

Brandt verdeutlichte darüber hinaus, dass die gesamte Mannschaft in Russland genug Fehler gemacht habe. Dabei schloss er sich explizit mit ein: "Ich hätte auch zweimal statt gegen den Pfosten ins Tor schießen können, dann wäre das anders gelaufen. Ganz einfach." Der Offensivspieler wurde in alle drei WM-Vorrundenspielen eingewechselt und sorgte dabei jeweils für Belebung. Ein Treffer gelang ihm allerdings nicht.

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de

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