Matthijs de Ligt – hier im Training mit der niederländischen Nationalmannschaft – soll bei Juventus Turin zehn Millionen Euro netto pro Jahr verdienen.
Matthijs de Ligt – hier im Training mit der niederländischen Nationalmannschaft – soll bei Juventus Turin zehn Millionen Euro netto pro Jahr verdienen.Bild: picture alliance

Damit Bayern-Wechsel klappt: De Ligt bereit zu ungewöhnlichem Schritt

14.07.2022, 12:25

Nachdem Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidžić die Verpflichtung von Liverpools Sadio Mané gelungen war, galt der Senegalse als Bayerns diesjähriger Königstransfer. Ein Zugang des 22-jährigen Abwehr-Stars Matthijs de Ligt könnte diesen Erfolg aber noch in den Schatten stellen.

Bayern bietet 60 Millionen, de Ligt bereit auf Netto-Einnahmen zu verzichten

Wie "Sport Bild" berichtet, hat sich Salihamidžić am Montag bereits zum zweiten Mal mit Juventus-Fußballdirektor Federico Cherubini getroffen und dabei ein Angebot für de Ligt in Höhe von 60 Millionen Euro plus Bonuszahlungen hinterlegt. Dies entspräche zwar nicht den Vorstellungen der Bianconeri, doch man wolle die Verhandlungen fortsetzen.

Nach jahrelanger Kritik an seiner Transfer-Politik betitelt die "Sport Bild" Salihamidžić nun als "Transfer-König"
Nach jahrelanger Kritik an seiner Transfer-Politik betitelt die "Sport Bild" Salihamidžić nun als "Transfer-König"Bild: Revierfoto / Revierfoto

Salihamidžić profitiere bei den Verhandlungen einerseits davon, dass der Spieler unbedingt und ausschließlich zum FC Bayern wechseln wolle. Das setzt die Alte Dame unter Druck.

Andererseits soll sich de Ligt mit den Bayern sogar auf ein reduziertes Netto-Gehalt geeinigt haben. Im Vergleich zu den zehn Millionen Euro pro Jahr, die er wohl in Turin verdient. Auch aufgrund des Steuerrechts in Deutschland (im Vergleich zu Italien) soll sich der Rekordmeister das nicht leisten können.

Dass der niederländische Nationalspieler den Bayern beim Gehalt entgegenkommt, verschafft Salihamidžić bei den Verhandlungen weiteren Spielraum. Es ist zu erwarten, dass er beim Angebot nochmal nachlegt. Immerhin ist der 22-Jährige eine Investition in die Zukunft. 70 Millionen Euro ist der Spieler laut "transfermarkt.de" wert, eine Ausstiegsklausel über 125 Millionen Euro will der Rekordmeister nicht nutzen. Aber auch Juventus Turin scheint nicht auf die Klausel zu pochen.

Plötzlich blutjung: Abwehr-Umbruch wäre mit de-Ligt-Transfer vollzogen

In den letzten beiden Spielzeiten gab es in München immer wieder Unzufriedenheit aufgrund der instablien Abwehr. Die Marke von weniger als einem Gegentor pro Spiel konnten die Bayern zuletzt in der Saison 2019/20 erreichen.

Die eingesessenen Abwehrstars Jérôme Boateng, Mats Hummels und Niklas Süle, die beim FC Bayern wie auch in der Nationalmannschaft die Innenverteidigung über einen langen Zeitraum prägten, sind mittlerweile alle weg.

Nationalspieler Niklas Süle wechselte diesen Sommer vom FCB zu Borussia Dortmund.
Nationalspieler Niklas Süle wechselte diesen Sommer vom FCB zu Borussia Dortmund.Bild: ap / Matthias Schrader

Sollte der de Ligt-Transfer tatsächlich gelingen, sähe die Bayern-Abwehr plötzlich generalüberholt aus, dazu blutjung: Neben Abwehr-Chef de Ligt (22 Jahre) stünden mit Lucas Hernández (26) und Dayot Upamecano (23) zwei weitere Innenverteidiger im Kader, die den Anspruch haben als Stammspieler zu sein. Dazu hoffen mit Tanguy Nianzou (20) und Chris Richards (22) zwei vielversprechende Talente um ihre Chance. Weltmeister Benjamin Pavard, der zuletzt Ambitionen hegte, sich wie einst David Alaba einen Platz im Abwehr-Zentrum zu erkämpfen, müsste sich wohl mit der Position des Außenverteidigers abfinden.

(kpk)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Gerüchte um Dortmund-Star: Barcelona erkundigt sich nach Meunier

Der FC Barcelona hat eigentlich kein Geld. Das ist mittlerweile allseits bekannt. Nicht nur unter Fans wird darüber gerätselt, wie der Verein die Top-Transfers finanziert, auch im Fußball-Business wird darüber spekuliert. Bayern-Coach Julian Nagelsmann und jüngst auch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp sagten, dass sie es nicht verstehen.

Zur Story