Das Flugzeug der deutschen Fußballnationalmannschaft der Herren.
Das Flugzeug der deutschen Fußballnationalmannschaft der Herren.
Bild: dpa / Daniel Karmann

Nach Notlandung: DFB-Team im Ersatzflieger nach Deutschland

09.09.2021, 16:47

Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Männer musste am Donnerstag in Edinburgh zwischenlanden. Auf dem offiziellen Twitter-Account des Teams gibt es die Entwarnung: "Uns geht's gut." Laut der Webseite Flightradar sendete die Maschine auf dem Weg von Reykjavík nach Frankfurt am Main einen Notruf. Mittlerweile sitzen Delegation, Mannschaft, Trainer sowie Betreuer in einem Ersatzflieger nach München.

"Sicherheitscheck an der Maschine läuft…", hieß es vom DFB-Team am Donnerstagmorgen. Was aber genau vorgefallen ist, bleibt offen.

Das Flugzeug sendete einen Notruf

Flightradar gab an, dass um 3.48 Uhr ein Notruf mit dem Code 7700 eingegangen sei. Dadurch erhielt das Flugzeug Vorrang vor allen anderen Flugzeugen und sofortige Unterstützung.

Der Code bedeutet, dass eine medizinische oder technische Notlage – beispielsweise ein Defekt oder Treibstoffmangel – an Bord vorliegt. Das kann grundsätzlich lebensgefährlich sein. In Fliegerkreisen wird der Notruf auch "Seven Seven – going to heaven" genannt. Auf Deutsch: "Sieben Sieben – wir kommen in den Himmel".

Das Team wartet weiterhin in der Maschine

Auf dem Twitteraccount kündigte die Nationalmannschaft die Zwischenlandung an. "#infotweet Safety first. Sichere Zwischenlandung als Vorsichtsmaßnahme in Edinburgh", hieß es dort.

"Von dort aus individuelle Weiter- und Rückreise geplant", schrieb das Team auf Twitter.

Etwas später hieß es auf dem Account, dass die Maschine immer noch auf den Weiterflug wartet. "Zeit für einen weiteren Kaffee", heißt es auf dem Twitter Account mit der Erklärung: "Hier läuft alles sehr unaufgeregt, ruhig und professionell. Wir sind noch im Flieger und gedulden uns ein bisschen."

Mittlerweile sitzen die meisten Spieler im Ersatzflug nach Deutschland

Ein paar Stunden später kam dann das Update der Mannschaft: "Ersatzflieger ist nun auf dem Weg nach Edinburgh, um die Delegation, Mannschaft, Trainer sowie Betreuer nach Frankfurt und München zu bringen."

Kurz darauf wurde angekündigt, dass das Team im Ersatzflugzeug auf den Start warte. "Weiterhin mit im Gepäck: 9 Punkte aus 3 Spielen", hieß es.

Einzelne Spieler sind schon in München angekommen

Einige Spieler befinden sich nicht an Bord der Maschine. Die England Spieler Timo Werner und İlkay Gündoğan reisten individuell nach Hause.

Auch die Bayern-Stars Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Serge Gnabry sitzen nicht in dem Flieger. Die drei zogen es vor in Reykjavík zu übernachten und frühmorgens mit einer Linienmaschine nach München zu fliegen.

Bayern Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidžić sagte zu dem Reiseschaos: "Das ist unglücklich. Das kann immer passieren, dass ein Flieger zwischenlanden muss." Da die Spieler am Samstag einen Bundesliga-Einsatz bei RB Leipzig und den Champions-League-Auftakt beim FC Barcelona leisten müssen, ist diese Verspätung unvorteilhaft für die Regeneration. Salihamidžić gibt sich optimistisch: "Das sind alles Profis, das kriegen wir hin bis Samstag."

Deutschland feierte Sieg gegen Island

Die Mannschaft war nach ihrem 4:0-Sieg gegen Island auf dem Weg zurück in die Heimat. Der Direktflug war von Reykjavík nach Frankfurt am Main geplant. Die Maschine hätte ursprünglich um 5.50 Uhr landen sollen.

Der Bundestrainer Hansi Flick hatte in Island die Tabellenführung in der WM-Qualifikation gefestigt. Mit 15 Punkten liegt die Mannschaft auf Platz eins der Gruppe J.

J. Serge Gnabry (4.), Antonio Rüdiger (24.), Leroy Sané (57.) und Timo Werner (89.) erzielten im insgesamt 100. WM-Qualifikationsspiel einer deutschen Mannschaft die Tore gegen den EM-Viertelfinalisten von 2016.

(lfr)

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