Sport
WESTDEUTSCHER RUNDFUNK KÖLN
Sabine Töpperwien
Sportreporterin und WDR-Sportchefin (Hörfunk)
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Sabine Töpperwien soll das Finale der Fußball-WM 2022 kommentieren. WDR Presse und Information/Bildk

ARD: Ein Drittel der Sportmoderatorinnen und -moderatoren soll weiblich sein

Im Sommer 2022 wird – aller Voraussicht nach – die Fußball-WM in Katar stattfinden und dieses Mal gibt es beim Finale eine Premiere: Es wird von einer Frau kommentiert werden. Die Sportchefs der ARD haben entschieden, dass sowohl beim Endspiel der Weltmeisterschaft als auch bei der Europameisterschaft im Radio weibliche Stimmen zu hören sein werden.

Die Leiterin der Sportredaktion Hörfunk des WDR, Sabine Töpperwien, gab den Anstoß für diese Änderung. Die Journalistin war enttäuscht davon, in den Ruhestand zu gehen, ohne erlebt zu haben, dass eine Frau ein WM-Endspiel kommentierte. Die Programmdirektorin des WDR, Valerie Weber, sagte gegenüber "Werben & Verkaufen": "Sie hat mit ihrem Zitat, dass sie es wohl nicht mehr erleben wird, dass eine WM im Finale von einer Frau kommentiert wird, den Ball bei uns Chefs ins Rollen gebracht."

Ein Drittel der Moderatorinnen und Moderatoren soll weiblich werden

Die ARD hat schon länger den Wunsch, Frauen im Sportjournalismus zu unterstützen. "Dieser gemeinsame und einstimmige Beschluss der Direktorinnen und Direktoren sollte ein Zeichen sein, dass es uns ernst ist und wir Frauen im Sport voranbringen wollen", sagte Weber.

Bereits vor fünf Jahren hat das öffentlich-rechtliche Radio beschlossen, dass bei großen Sportveranstaltungen 30 Prozent der Zeit von Frauen gesprochen werden soll. "Das ist ein klares Ziel für die überwiegend männlichen Sportchefs gewesen, das sie nach aktueller Planung auch in diesem Jahr bei beiden Sportgroßveranstaltungen erreichen werden", stellte Weber fest.

Die Kommentatorinnen der Fußball-Endspiele stehen schon fest

Es wurde auch schon entschieden, wer seine Stimme bei den Endspielen der EM und WM zum Besten geben darf: Die Weltmeisterschaft wird von der scheidenden Moderatorin Sabine Töpperwien kommentiert und die EM von Julia Metzner, die auch schon bei der Bundesliga-Konferenz mit von der Partie war.

(lfr)

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