Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
FUSSBALL INTERNATIONAL SERIE A 26. Spieltag SAISON 2018/2019 SSC Neapel - Juventus Turin 03.03.2019 JUBEL Juventus Turin; Torschuetze zum 0-2 Emre Can PUBLICATIONxNOTxINxITA

Emre Can bekam beim Juve-Spiel zuletzt rassistische Beleidigungen gegen seine Mitspieler mit. bild: imago sportfotodienst

"Wer das nicht respektiert, ist ein Idiot" – Emre Can fordert Kampf gegen Rassismus

Von den Profis bis zu den Amateuren – im Fußball vergeht kaum eine Woche ohne Rassismus. Besonders im Spitzenfußball reiht sich derzeit ein abscheulicher Vorfall an den nächsten. Besonders die Affenlaute gegen Juventus-Profi Moise Kean sowie die rassistischen Beleidigungen gegen die deutschen Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay beim Länderspiel in Wolfsburg machen einen sprachlos. Emre Can, der mit allen drei Spielern regelmäßig auf dem Platz steht, hat sich jetzt klar geäußert.

"Es passiert überall auf der Welt. Ich finde es einfach nur traurig und schade", klagte der Mittelfeldspieler von Juventus Turin über die rassistischen Vorfälle im Interview mit DAZN. "Mensch ist Mensch, egal welche Hautfarbe. Wer das nicht respektiert, ist ein Idiot und hat weder im Fußballstadion noch in der Gesellschaft etwas zu suchen."

Mg Torino 08/03/2019 - campionato di calcio serie A / Juventus-Udinese / foto Matteo Gribaudi/Image nella foto: esultanza gol Emre Can PUBLICATIONxNOTxINxITA

Moise Kean feiert Emre Can nach seinem Treffer gegen Udinese Calcio. bild: imago sportfotodienst

Zwar gibt es immer wieder Anti-Rassismus-Kampagnen der Fußballverbände und auch Geldstrafen gegen die Vereine, wenn es zu rassistischen Äußerungen von Fans kommt, doch Can findet, dass noch mehr geht:

"Schade, dass man dieses Problem nicht in den Griff bekommt und ich denke, dass jeder von uns seinen Teil im Kampf gegen Rassismus beitragen muss."

Emre Can

Dass Can zu den mündigeren Fußballprofis gehört, bewies er in der vergangenen Saison. Anders, als die anschließend vielfach kritisierten Nationalmannschaftskollegen Mesut Özil und Ilkay Gündogan folgte der damalige Profi vom FC Liverpool nicht der Einladung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.

Im Viertelfinal-Hinspiel gegen Ajax Amsterdam (21 Uhr, live bei DAZN) wird der 25-Jährige der "Alten Dame" fehlen. Eine Antwort auf rassistische Zwischenrufe wird er auf dem Platz deshalb vorerst noch nicht geben können. Der derzeit stark aufspielende Sechser hatte sich am Samstag beim 2:1-Sieg gegen Milan am rechten Knöchel verletzt und hat seitdem nicht trainieren können.

Wann Can zurückkehrt, ist noch nicht klar. Der Ex-Leverkusener hat aber ein klares Ziel mit Juve: "Wir wollen Meister werden und die Champions League gewinnen", so der Nationalspieler zu DAZN. Nachdem Bundestrainer Joachim Löw ihn für die vergangenen zwei Länderspiele nicht nominiert hatte, will er zudem zurück ins Nationalteam: "Ich werde weiter Gas geben, bis der Bundestrainer irgendwann keine andere Wahl mehr hat, als mich mitzunehmen."

(bn)

Diese 20 Profis spielten wirklich mal für die Nationalelf

"Ich lag zwei Wochen im Koma" - Sportlerin nach Organspende

Play Icon

Was im Sport gerade noch alles wichtig ist:

Mats Hummels für 38 Mio. zurück zum BVB: Warum ich als Fan sauer wäre

Link zum Artikel

"Bei den Männern gibt's mehr Theater" – DFB-Spielerin Hendrich über die Frauen-WM

Link zum Artikel

Chinesischer Fußballer wird nach 55 Sekunden ausgewechselt – der Grund ist zum Kotzen

Link zum Artikel

"Mein Körper gehört mir!" US-Wrestlerin wird von Fan belästigt

Link zum Artikel

Vokuhila bis Tiger: Die lustigsten Frisuren der Bundesliga-Geschichte

Link zum Artikel

Weniger Zeitspiel bis neue Handregel: Das sind die neuen Fußball-Regeln

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Freiburg-Fans gedenken Holocaust-Opfern – aber fordern auf Bannern noch mehr

Die meisten Augen der über 20.000 Zuschauer beim Spiel zwischen dem SC Freiburg und der TSG Hoffenheim blickten beim Anstoß nicht auf den Platz, sondern auf die Freiburger Fantribüne. "Nie wieder", prangte dort am Samstag um 15:30 Uhr auf einem Plakat. 

Die Fans gedachten damit an den 27. Januar 1945, an dem das NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit wurde. Der Tag ist heute der Internationale Holocaust-Gedenktag, an dem Tag der sechs Millionen ermordeten europäischen Juden, der …

Artikel lesen
Link zum Artikel