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"Einiges muss geändert werden" – und 7 weitere Neuer-Zitate zu Özils Rücktritt

Zurückhaltung in der Affäre um Mesut Özil, klare Vorstellungen für den Neustart des gestürzten Weltmeisters: Fünf Wochen nach dem WM-Debakel hat DFB-Kapitän Manuel Neuer erklärt, was sich bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ändern muss. Hier kommen die wichtigsten Aussagen aus dem Trainingslager des FC Bayern München in Rottach-Egern.

Er sieht den DFB in der Pflicht:

"Es ist die Aufgabe der Verantwortlichen des DFB, die Mannschaft zu strukturieren und dieser wieder ein Gesicht zu verpassen."

Hinter der Mannschaft stehen ist für Neuer wichtig:

Man müsse "wieder die Spieler da haben, die wirklich stolz sind, für die Nationalmannschaft zu spielen und alles dafür geben, für das eigene Land zu spielen, damit man wieder in die Erfolgsspur kommt."

Den Özil-Rücktritt und die Rassismus-Vorwürfe wollte er nicht bewerten:

"Es war viel hin und her und es wurde sehr viel darüber gesprochen und geschrieben. Dieses Thema ist natürlich eines, das nach dem Ausscheiden sehr anstrengend war für die, die alles gelesen haben."

Er zeigte aber Verständnis für den Schritt:

"Es ist die Entscheidung jedes einzelnen Spielers. Die Gründe muss man für sich selbst suchen, und die hat er dann auch gefunden. Diese Entscheidung akzeptieren wir natürlich."

Rassismus habe Özil in der Nationalmannschaft sicher nicht erfahren:

"Wir haben immer versucht, alle Spieler zu integrieren und das wir alles auch für unsere Mitspieler getan haben, damit jeder auch mit einem guten Gefühl in die Spiele geht."

FILE - In this Saturday, May 12, 2018 file photo, Bayern goalkeeper Manuel Neuer celebrates with his team the 28th Bundesliga title in Munich. Germany goalkeeper Manuel Neuer has been included in Bayern Munich’s squad for Saturday’s German Cup final, boosting hopes that he will be fit enough for the World Cup. (Andreas Gebert/dpa via AP)

Bild: dpa

Und wie geht es weiter in der Nationalmannschaft?

"Ich denke, dass sich sowieso Einiges tut bei der Nationalmannschaft und auch im DFB. Dann wird man erstmal abwarten müssen, wie dieser Neustart aussieht. Fakt ist, dass Einiges geändert werden muss. Wir haben große Ziele auch in der Nationalmannschaft und wollen natürlich wieder ein anderes Gesicht zeigen."

Im Hinblick auf das Länderspiel gegen Frankreich am 6. September:

"Wir wollen alles dafür geben, dass wir gerade gegen Mannschaften wie Frankreich dann wirklich ein anderes Gesicht zeigen."

Ein Neustart glücke aber nicht auf Anhieb:

"Das ist ein Prozess, es dauert sicher eine Zeit Man kann nicht von Heute auf Morgen sagen, jetzt fangen wir mal an. Ich denke, dass die Verantwortlichen die Köpfe natürlich zusammenstecken werden und auch die für sich richtigen Entscheidungen treffen werden."

(sg/dpa)

Wenn Fußballer im Büro arbeiten würden:

Video: watson/Marius Notter, Lia Haubner

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