schauinsland reisen cup - Kicken fuer den guten Zwecke, Poldi grillt den Henssler, 08.01.2023, SCHWALBE arena, Gummersbach Lukas PODOLSKI Górnik Zabrze, 10 diskutiert mit dem Schiedsrichter, schauinsl ...
Lukas Podolski ist Mitveranstalter des "Schauinsland Reisen Cup". Bild: imago images/Beautiful Sports/Meusel

Nach Ausraster bei eigenem Charity-Event: Lukas Podolski äußert sich

09.01.2023, 15:0409.01.2023, 15:43

Am vergangenen Sonntag wurden beim "Schauinsland Reisen Cup" in Gummersbach erneut Spendengelder für den guten Zweck gesammelt. Am Sonntag wurde die Schwalbe-Arena in Gummersbach damit wieder zur Fußball- und Promi-Hochburg.

Mit dabei waren insgesamt sechs Teams aus unterschiedlichsten Ligen: der Hamburger SV, der Karlsruher SC, Rot-Weiss Essen, der 1. FC Kaan Marienborn und Blau-Weiß Lohne. Auch der Verein Górnik Zabrze war dabei, für den Lukas Podolski antrat. Der Weltmeister von 2014 war Schirmherr des Events. Bei einer Partie gegen Rot-Weiss Essen kam es dann jedoch zum Eklat: Podolski verlor die Fassung. Nun äußerte er sich zu den Geschehnissen.

Lukas Podolski rastet nach Foul aus

Es war Lukas Podolski selbst, der bei dem Wohltätigkeits-Event einen Spieler der gegnerischen Mannschaft im Strafraum foulte. Verständlicherweise pfiff der Schiedsrichter ihn daraufhin aus, was Podolski jedoch nicht auf sich sitzen ließ. Alle Anwesenden konnten beobachten, wie Podolski schnurstracks auf den Schiri zulief und sichtlich wütend war.

Was er dabei sagte, war zwar nicht zu hören. Seine Worte hatten es aber offenbar in sich. Denn der Schiedsrichter verwies den Weltmeister mit einer Roten Karte vom Platz. Auf dem Weg zur Bank legte Podolski dann noch einmal nach: Er schüttete Wasser auf das Spielfeld.

Im Laufe der restlichen Spielzeit beruhigte sich Podolski offenbar nicht. Im Gegenteil: Es schien, als bauschte sich der Ärger nur noch mehr auf. Kaum war die Partie vorbei, ging Podolski auf den Schiedsrichter zu, um aufgebracht mit ihm zu diskutieren. Umstehende versuchten sogar, den Fußballer zu beruhigen.

Lukas Podolski wehrt sich gegen Vorwürfe

Nach dem großen Medienecho bezog Podolski selbst nun gegenüber der "Bild" Stellung zu dem Ereignis. Dort machte er deutlich, dass seine Mannschaft "glasklar benachteiligt" worden wäre. "Respektvoll, aber deutlich" habe er den Schiedsrichter daher auf sein ungerechtes Verhalten angesprochen. Rot habe er nur bekommen, weil er Uhr im Blick und sowieso eine zweiminütige Zeitstrafe sicher gehabt habe. Somit sei es ein "guter Moment, dem Schiri zu sagen: Wir fühlten uns von dir verarscht".

Beleidigend oder handgreiflich sei er dabei aber keineswegs geworden. Doch er gebe nun mal alles, wenn er Fußball spiele, egal unter welchen Umständen:

"Für mich ist es dabei egal, ob es sich um ein Pflichtspiel, einen Freundschaftskick oder, wie gestern, um ein Charity-Turnier handelt. Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich 100 Prozent."

Letztendlich glaube der Weltmeister dennoch, dass das Event ein "toller Tag für alle" gewesen sei. Er sei allen Fans, Teams und Beteiligen für das schöne Turnier dankbar und freue sich sehr über die gesammelten 100.000 Euro für den guten Zweck.

Fans verurteilten Verhalten von Podolski

Unter Fußballfans wurde Podolski im Anschluss an den Ausraster bei Twitter scharf kritisiert. Dabei stand nicht einzig sein Verhalten gegenüber dem Unparteiischen in der Kritik. Auch das Foul und sein Spielstil allgemein – und das bei einem Charity-Event, das er selbst mit veranstaltete – bezeichneten einige als "unfassbar".

Polnische Fans mutmaßten auf Twitter zudem, dass Podolski dem Druck der Öffentlichkeit nicht mehr standhalten könne. Einige verteidigten ihn hingegen und behaupteten, dass das Ereignis aufgebauscht werde.

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