Nach Stationen bei Real Madrid und Juventus Turin kehrte Cristiano Ronaldo zu Manchester United zurück.
Nach Stationen bei Real Madrid und Juventus Turin kehrte Cristiano Ronaldo zu Manchester United zurück.
Bild: www.imago-images.de / Isabel Infantes

Sportdirektor packt aus: Darum wechselte Cristiano Ronaldo zu Manchester United und nicht zu City

10.09.2021, 16:41

Es waren die absoluten Hammer-Wechsel im kürzlich abgelaufenen Transfersommer. Lionel Messi verlässt nach über 20 Jahren den FC Barcelona und wechselt zu Paris Saint-Germain – und Cristiano Ronaldo verlässt Juventus Turin und kehrt zu Manchester United zurück.

Während sich Messis neuer Klub nach Bekanntwerden der desolaten finanziellen Lage des FC Barcelona schnell abzeichnete, war die Lage bei Cristiano Ronaldo noch viel überraschender.

"Eine Woche vorher waren wir noch sicher, dass er bleibt."
Federico Cherubini, Sportdirektor Juventus Turin

Es gab immer wieder Spekulationen um eine Rückkehr zu seinen ehemaligen Klubs Real Madrid oder Manchester United und auch ein Wechsel zu Manchester City oder Paris Saint-Germain wurde nie komplett ausgeschlossen. Ronaldo selbst äußerte sich den kompletten Sommer nicht zu den Wechselgerüchten und bei Juventus Turin ging man ebenfalls von einem Verbleib aus.

"Eine Woche vorher waren wir uns noch sicher, dass er bleibt", erzählt nun Juventus Sportdirektor Federico Cherubini in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Tuttosport".

Juventus Sportdirektor Federico Cherubini.
Juventus Sportdirektor Federico Cherubini.
Bild: www.imago-images.de / STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL

Ähnliches erklärte auch Juves Vizepräsident Pavel Nedved am Rande eines Testspiels Anfang August. "Er wird bleiben", sagte er damals gegenüber Sky.

Doch Ronaldo selbst schien zu diesem Zeitpunkt innerlich schon mit Juve abgeschlossen zu haben. So zumindest erzählt es UFC-Legende und Ronaldo-Kumpel Khabib Nurmagomedov gegenüber "Sport24": "Ronaldo sagte, er habe sich in Italien gelangweilt und wolle zurück nach England." Daher sei der Wechsel für den Ex-Kampfsportstar keine Überraschung gewesen. "Vor einem Monat hat er mir gesagt, dass er zu Manchester United wechselt." Bereits im März erzählte Nurmagomedov, dass die beiden Sportstars fast täglich miteinander sprechen.

Man City wollte keine Ablöse bezahlen

Dabei verdichteten sich laut verschiedener Transferexperten aus Italien, England und Deutschland zunächst die Anzeichen, dass Ronaldo nicht zu United zurückkehrt. Dort war er zwischen 2003 und 2009 zum Weltstar gereift. Aber sein Berater Jorge Mendes habe ausgerechnet mit Stadtrivale Manchester City einen lukrativen Vertrag ausgehandelt, hieß es.

Juve-Sportdirektor Cherubini verrät, dass ein Ronaldo-Wechsel zu City lediglich daran scheiterte, dass der Klub von Pep Guardiola keine Ablösesumme für den 36-Jährigen zahlen wollte. "Manchester City wollte keinen Penny für ihn zahlen, die notwendigen Bedingungen wurden nicht erfüllt." United hingegen zahlte 15 Millionen Euro, durch Bonuszahlungen können es sogar noch bis zu 23 Millionen Euro werden.

City hatte zuvor zudem Premier-League-Shootingstar Jack Grealish für 119 Millionen Euro von Aston Villa verpflichtet.

Ronaldo will bis 40 spielen

Bereits von 2003 bis 2009 spielte Ronaldo für die "Red Devils" und gewann unter Trainer-Legende Sir Alex Ferguson dreimal die englische Meisterschaft und einmal die Champions League. Anschließend wechselte er für die damalige Rekordablöse von 94 Millionen Euro zu Real Madrid.

Nun will Ronaldo an die Erfolge von damals anknüpfen. Sein zweites Debüt könnte er am Samstag (16 Uhr) beim Spiel gegen Newcastle United geben.

"Ich bin bereit und denke, dass ich in den nächsten drei oder vier Jahren ein wichtiger Teil sein werde", sagte er in einem vereinseigenen Interview. Der portugiesische Weltstar hat bei den Engländern einen Vertrag über zwei Jahre mit der Option auf eine weitere Saison unterzeichnet. 2025 wäre der Ausnahmestürmer dann 40 Jahre alt.

(lgr)

Nach Druck von Nagelsmann – Sabitzer geht wohl zu Bayern

Hinter den Bayern-Kulissen gibt es Reibungen: Julian Nagelsmann soll mit dem derzeitigen Kader nicht zufrieden sein, berichtet die "Bild"-Zeitung. Der Trainer soll im Hintergrund Druck auf den Bayern-Vorstand ausüben und hat damit offenbar einen ersten Erfolg. Der Leipziger Top-Spieler Marcel Sabitzer könnte laut "Sport Bild" bald nach München wechseln.

Die Vertragsdauer und das Gehalt sollen bereits geklärt sein, aber zu einer Einigung zwischen RB Leipzig und dem FCB ist es demnach bisher noch …

Artikel lesen
Link zum Artikel