Trainer Lucien Favre war nach dem BVB-Spiel schlecht gelaunt. Das bekam der Sky-Reporter im Interview ab, der mit seinen Fragen einen wunden Punkt des Schweizers erwischte.
Trainer Lucien Favre war nach dem BVB-Spiel schlecht gelaunt. Das bekam der Sky-Reporter im Interview ab, der mit seinen Fragen einen wunden Punkt des Schweizers erwischte.

"Nein!": Nach Frage von Reporter bricht Favre Sky-Interview ab

03.12.2020, 11:46

Es war einfach nicht der Abend des Lucien Favre. Zwar zog sein BVB ins Achtelfinale der Champions League ein. Doch nach dem 1:1 gegen Lazio Rom überwog irgendwie doch die Wut bei Borussia Dortmund und seinem Coach.

Der Grund: ein fragwürdiger Elfmeter. BVB-Nationalspieler Nico Schulz war an der Strafraumgrenze etwas ungelenk in den Zweikampf mit Sergej Milinkovic-Savic gegangen, der jedoch schon vor dem Kontakt abhob. "Der Videoschiedsrichter wird ad absurdum geführt, wenn so eine Szene nicht zurückgenommen wird. Ich weiß nicht, warum wir das Prozedere überhaupt haben", sagte Sportdirektor Michael Zorc etwa nach dem Spiel.

Und auch Favre war stinksauer. Im Interview mit dem TV-Sender Sky redete er sich nach dem Spiel in Rage. "Wir haben einen unnötigen Elfmeter bekommen, der keiner war, denn das war eher ein Theater", sagte Favre ins Mikrofon. Der Gegenspieler habe übertrieben "und niemand sagt etwas. Am Ende steht ein 1:1 und das ist nicht die Wahrheit. Das ist eine gute Mannschaft, das wissen wir. (...) Aber wir sind qualifiziert. Punkt! Das ist das Wichtigste."

Favre sauer über Reporter-Frage

Schon da war Favre mächtig angefressen. Schlimmer wurde es jedoch noch, als der Sky-Reporter Patrick Wasserziehr eine Frage stellte, die dem BVB-Coach offenbar gar nicht gefiel.

Als er den Schweizer auf die 1:2-Pleite gegen Köln vom vergangenen Wochenende ansprach, verzog er das Gesicht. "Oh, wir sprechen nicht mehr darüber."

"Nein, nein", setzte der Sky-Reporter an und wollte erklären, was er überhaupt fragen wollte.

Doch Favre wurde laut: "Wir sprechen von der Champions League, und Sie sprechen von Köln..." Was Dortmund denn anders gemacht habe als gegen Köln, schafft Wasserziehr schließlich noch zu fragen.

Dieser Blick sagt mehr als tausend Worte.
Dieser Blick sagt mehr als tausend Worte.

"Gegen Köln haben wir zwei Tore nach Ecken gekriegt", sagte Favre sichtlich angefressen. So etwas geschehe überall. Real Madrid sei in der spanischen Liga das Gleiche passiert, Manchester City sei in England nur Elfter in der Liga. "Wir müssen uns nicht unterschätzen, aber müssen auch aufhören, uns zu überschätzen. Und das ist der Fall. Okay?!", sagte Favre.

Ohne sich zu verabschieden, brach er das Interview vorzeitig ab, indem er einfach abdampfte. Da war jemand aber ganz schön angefressen...

(hau)

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