++ Bodenständig: Das macht Islands Coach nur 3 Tage nach WM-Aus ++ 

Nein, der "Huh"-Hype ist noch lange nicht vorbei. Alle Geschichten, Anekdoten und Mythen rund um die isländische Nationalmannschaft und das mit nur 334.000 Einwohnern kleinste Land der WM-Historie.
21.06.2018, 07:5129.06.2018, 14:48

Vor drei Tagen ist Heimir Hallgrimsson, der Coach von Island, mit seiner Mannschaft bei der Fußball-WM ausgeschieden. Heute ist er wieder für den Fußball im Einsatz, allerdings in anderer Funktion. Der 51-Jährige pfeift zwei Tage nach seiner Rückkehr bereits wieder ein Spiel bei einem lokalen Juniorenturnier.

Das ist so bodenständig wie bezaubernd.

(bn/watson.ch)

Baut der SV Sandhausen sein Stadion wegen #SexyRurik aus?

Kenan Kocak, Trainer von Zweitligist SV Sandhausen, hat den Hype um Islands neuen Social-Media-Star Rurik Gíslason mit Humor genommen.

"Wir sind bereit für den Ansturm all seiner weiblichen Fans. Die Pläne zum Stadionausbau liegen quasi schon in der Schublade"
Kenan Kocak mit einem Augenzwinkern
"sport bild"

Jetzt wisse "wenigstens die ganze Welt, wie schön der Fußball in Sandhausen ist", fügte der 37-Jährige an. Gíslason, der mit Island bei der WM in der Vorrunde gescheitert ist, spielt seit Januar 2018 in Sandhausen. Sein Vertrag läuft noch bis 2020.

#sexyrurik im Sandhausen-Dress
#sexyrurik im Sandhausen-Dress
Bild: imago sportfotodienst

In der vergangenen Saison hatten im Schnitt 6.488 Fans, so wenig wie bei keinem anderen Zweitligisten, die SVS-Heimspiele verfolgt.

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Gíslasons Followerzahlen waren nach seiner Einwechslung beim Auftaktspiel bei der WM in Russland gegen Argentinien vor allem im sozialen Netzwerk Instagram (#sexyrurik) in die Höhe geschnellt: Inzwischen hat Gíslason die Schallmauer von mehr als einer Million Follower durchbrochen.

Der SV Sandhausen hat übrigens 9.803 Instagram-Follower...

(sid)

Ohrenschützer für Kinder? Nicht in Island

Lange hat Island prächtig gekämpft. Aber zum Schluss hat es doch nicht gereicht. 2:0 verlor das Team gegen Nigeria und steht vor dem WM-Aus. Bitter: Mittelfeldregisseur Gylfi Thór Sigurdsson vergab einen Foulelfmeter. 

Islands Fans auf den Rängen im Stadion in Wolgograd nahmen es dennoch tapfer. Unermüdlich feuerten sie ihr Team an. Auch mit ihrem klassischen Wikingerruf "Huh".

Besonders beeindruckend dabei ist, wie viele Kinder Islands Fans mit zum WM-Turnier in Russland gebracht haben. Manche sind verträumt, manche sind müde. Aber Ohrenschützer gegen den wütenden Lärm im Stadionrund trägt kaum eines der Kinder. Sind eben echte Kerle, von klein auf, diese Isländer. 

#SexyRurik: Isländer vom SV Sandhausen sorgt für Instagram-Hype

Bei einer Fussball-WM gibt es immer auch Nebenschauplätze – zum Beispiel in den sozialen Netzwerken. Dort gibt es aktuell einen riesigen Hype um den Isländer Rurik Gislason. Der 30-jährige Profi vom deutschen Zweitliga-Zwerg SV Sandhausen wurde im ersten Spiel der "Wikinger" in der 63. Minute eingewechselt, gewann viele Zweikämpfe – und verzückte die (mehrheitlich weiblichen) Massen aber eher mit seinem Aussehen, denn mit seinem Spiel.

Groß, muskulös, blond mit Bart und Pferdeschwanz hat Gislason schnell viele Fans. Auf Instagram gibt es seither den Hashtag #SexyRurik. Seine Followerzahl stieg von 40.000 (vor dem Argentinienspiel) auf mittlerweile über 692.000.

(abu)

Nur zwei Polizeieinsätze während Island-Argentinien

Fussball verbindet – und senkt die Gewaltrate in Island, wie es scheint. Denn die isländische Polizei vermeldete in einer Stellungnahme exakt nur zwei Polizeieinsätze während den ersten 90 WM-Minuten des Landes (1:1 gegen Argentinien), wie das isländische Portal fotbolti.net Gunnar Rúnar Sveinbjörnsson von der Polizei in Reykjavik zitiert.

Kein Wunder, schließlich schauten 99,6 Prozent der TV-Zuschauer das Spiel (siehe weiter unten im Ticker).

Bild: imago sportfotodienst

Demnach musste lediglich ein Polizist zum Flughafen, um eine Passkontrolle durchzuführen. Beim zweiten Einsatz – genau zu dem Zeitpunkt als Sergio Agüero seine "Albiceleste" in Front schoss – handelte es sich um eine verletzte Ente. Diese soll wenig später aber heil aufgefunden worden sein.

Polizist Sveinbjörnsson wünschte sich indirekt ein Weiterkommen der Mannschaft: "Wenn die Nation fernsieht, ist es bei uns ruhiger." ("RUV.is")

(bn/watson.ch)

99,6 Prozent der Isländer schauten WM-Premiere

Das 1:1 zwischen Island und Argentinien wurden von fast ganz Island geguckt. Der nationale TV-Sender RUV verkündete auf Twitter eine traumhafte Einschaltquote von 99,6 Prozent der Bevölkerung, die den Fernseher eingeschaltet hatten.

Fast jeder zehnte Isländer, also um die 30.000 Menschen, soll übrigens live in Moskau dabei gewesen sein.

Alfreð Finnbogason vom FC Augsburg scherzte nach der Verkündung der Quote: "Die anderen 0,4 Prozent standen auf dem Platz." Zum Glück war auch er dabei. Er schoss das 1:1 und ist somit der Torschütze des ersten WM-Treffers in Islands Fußball-Geschichte.

(bn)

So sieht es aus, wenn tausende Isländer in Moskau einfallen

Das "Huh" ist in Moskau angekommen:

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