Kingsley Coman, David Alaba, Jerome Boateng und Serge Gnabry Bayern Muenchen laufen sich warm.
Kingsley Coman, David Alaba, Jerome Boateng und Serge Gnabry Bayern Muenchen laufen sich warm.Bild: www.imago-images.de / EIBNER/Marcel Engelbrecht

"Halt die Fresse!" – Heftiger Streit zwischen Ex-Bayern-Star und Salihamidžić enthüllt

16.11.2021, 17:06

Zehn Jahre lang war Jérôme Boateng eine prägende Figur und wichtiger Leistungsträger beim FC Bayern. Im Sommer verließ der Innenverteidiger den deutschen Rekordmeister, nachdem der Klub entschieden hatte, seinen Vertrag nicht zu verlängern.

Dabei stand der 33-Jährige bereits im Sommer 2018 vor einem Abschied und wollte zu Paris Saint-Germain wechseln. Wie "Bild-"Zeitungsreporter Christian Falk in seinem neuen Buch "Bayern Insider" nun enthüllt, soll es dabei sogar zu zwei Geheimtreffen zwischen Boateng und dem damaligen Paris-Trainer Thomas Tuchel gekommen seien.

Der Wechsel kam jedoch nicht zustande und sorgte bei Boateng für so viel Frust, dass er Sportchef Salihamidžić angeschrien haben soll und sagte: "Du hast mir gar nichts zu sagen! Halt die Fresse!"

Paris bot 40 Millionen Ablöse, Bayern forderte 50 Millionen

Der heutige Chelsea-Coach habe sich mit Boateng im Mai und Juni 2018 zweimal getroffen und lange über dessen private Situation gesprochen, ihm seine weiteren Transferpläne erklärt und Boatengs wichtige Rolle für das Spiel der Franzosen verdeutlicht. Boateng war einem Wechsel nicht abgeneigt, zumal er sich nicht sonderlich gut mit Mats Hummels verstanden haben soll. Laut dem Buchauszug sei Boateng ständigen Bemerkungen des heutigen BVB-Stars genervt gewesen.

Selbst der damalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß riet dem Weltmeister von 2014 zu diesem Zeitpunkt "als guter Freund" zu einem Vereinswechsel.

Der Transfer scheiterte am Ende jedoch, da Paris lediglich ein Angebot über 40 Millionen Euro kurz vor Transferverschluss abgab. Bayern um Sportchef Salihamidžić soll laut der "Bild"-Zeitung hingegen 50 Millionen gefordert haben, da sie kurz vor Transferschluss keinen Ersatz gefunden hätten.

Boateng (l.) bei seinem Abschied mit Präsident Herbert Hainer.
Boateng (l.) bei seinem Abschied mit Präsident Herbert Hainer.Bild: SVEN SIMON / Frank Hoermann

Boateng seit Sommer 2021 bei
Olympique Lyon

Boateng blieb in München und war zu der Zeit unter Trainer Niko Kovac nur Verteidiger Nummer 3 hinter Niklas Süle und Mats Hummels.

Das Duo stand auch im Champions-League-Spiel der Münchner im Oktober 2018 gegen AEK Athen in der Startelf. Laut dem Auszug aus dem Buch des Bild-Reporters wollte es der Weltmeister nicht auf sich sitzen lassen. Daraufhin kam es zu einer Diskussion. Als sich dann Salihamidžić einschaltete, kam es zu Boatengs-Ausraster.

Im Sommer 2021 kam es für den zweifachen Champions-League-Sieger doch noch zu einem Wechsel nach Frankreich – jedoch nicht zu Paris Saint-Germain, sondern Olympique Lyon.

(lgr)

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