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EM 2024: Felix und Tonis Kroos machen düstere Prognose fürs DFB-Team

Schlussjubel: Toni Kroos Real und sein Bruder Felix FC Liverpool - Real Madrid Paris, Champions League, Finale, 28.05.2022, Fussball Saison 2021/22 Foto: Moritz Müller *** Final cheer Toni Kroos Real  ...
Toni (l.) und sein Bruder Felix Kroos feiern den Champions-League-Titel von Real Madrid.Bild: Imago Images / Moritz Müller
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DFB-Team: Felix und Toni Kroos wagen bittere Prognose nach EM-Auslosung

07.12.2023, 11:00
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Noch sind es weit über 150 Tage, bis die Europameisterschaft in Deutschland im nächsten Sommer beginnt. Trotzdem rückt das Turnier immer näher. Zuletzt wurde das durch die Auslosung der EM-Gruppen klar. In der Vorrunde muss das DFB-Team gegen Schottland, Ungarn und die Schweiz bestehen.

Bundestrainer Julian Nagelsmann wollte zwar nicht von einer "Todesgruppe" sprechen, dennoch warnte er auch, dass es "keine wirklich schlechten Gegner" gebe. Sein abschließendes Fazit fiel trotzdem klar aus: "Es ist eine interessante Gruppe, in der wir uns durchsetzen wollen, das ist klar."

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Während sich Nagelsmann noch in Zurückhaltung übt, sieht DFB-Legende Michael Ballack die Gruppe etwas eindeutiger: "Es ist keine Todesgruppe, wir sind Favorit mit dem Heimvorteil. Schottland als erster Gegner, da wissen wir genau, was auf uns zukommt. Die anderen beide Spiele werden einen Tick schwerer meiner Meinung nach."

Schon vor der EM-Auslosung hatte DFB-Präsident Bernd Neuendorf für Irritationen gesorgt, indem er beim Fernsehsender Bild TV den Finaleinzug als "Anspruch" für die Heim-EM ausgegeben hatte. Gerade im Hinblick auf die jüngsten Niederlagen gegen die Türkei (2:3) und Österreich (0:2) wirkt diese Forderung allerdings fehl am Platz.

Über die ausgeloste EM-Gruppe sprachen nun auch Felix und Toni Kroos im gemeinsamen Podcast "Einfach mal Luppen", den die Brüder wöchentlich herausbringen. Den Themenkomplex beginnt Real-Madrid-Star Toni mit der Einleitung zu den Gegnern aus Schottland, Ungarn und der Schweiz: "Eine Todesgruppe müssen wir woanders suchen."

DFB-Team: Kroos-Brüder mit Diskussion über EM-Gruppe

Doch sein Bruder Felix entgegnet mit klarem Tonfall, dass ihm besonders die öffentliche Stimmung und die Berichterstattung zu positiv sei. "Jetzt kommt der Mahner", stichelt Toni. Daraufhin legt der ehemalige Union-Profi nach: "Nach dieser Auslosung sollten wir mal schon den Ball flach halten, weil: Gab es in den letzten fünf Jahren einen Gegner, der uns leicht gefallen ist? Einen, den wir vielleicht auch mal mit 90 oder 80 Prozent vom Platz gefegt haben? Das gab es doch alles nicht mehr."

Toni ruft danach in Erinnerung, dass es rückblickend bis einschließlich zur WM 2018 keine Todesgruppe mehr gab. Damals traf das DFB-Team auf Schweden, Mexiko und Südkorea und schied erstmals in einer WM-Gruppenphase aus.

Ex-Profi Felix will die ausgeloste Gruppe aber auch nicht zu schlecht für die Nationalmannschaft sehen: "Natürlich ist es machbar und es muss auch der Anspruch sein weiterzukommen. Aber es wird nicht ein leichtes Spiel geben." Danach fügt er die bittere Prognose an: "Dafür sind wir doch einfach nicht mehr gut genug."

Toni rückt seinerseits im Anschluss zurecht, dass niemand erwartet, dass das Team von Bundestrainer Nagelsmann sich souverän mit drei Siegen und einer Tordifferenz von 12:0 durchsetzen werde. "Aber man muss fairerweise sagen, dass man den Anspruch haben darf, sich in dieser Gruppe zu qualifizieren", schließt er seine Einschätzung ab.

Zu guter Letzt betont Felix erneut, dass er auch hoffe, dass das DFB-Team weiterkomme. "Ich sehe nicht, dass wir da haushoher Favorit sind", sagt er und endet versöhnlich: "Da haben mich die letzten Jahre etwas Besseren belehrt. Ich lasse mich aber auch gerne eines Besseren belehren."

Aus für Investoren-Deal der DFL: Insider rechnet knallhart mit Bossen ab
In seiner wöchentlichen Kolumne schreibt der Fanforscher Harald Lange exklusiv auf watson über die Dinge, die Fußball-Deutschland aktuell bewegen.

Der Investorendeal wurde von der DFL-Spitze am Mittwoch zum zweiten Mal seit Mai vergangenen Jahres begraben. Vor acht Monaten fehlten vier Stimmen und am Mittwoch waren es die nachhaltig wirkenden Fanproteste, die keinen anderen Weg zuließen. Das Thema ist erstmal vom Tisch und der Deutsche Fußball ist um die Erfahrung reicher, dass seine Stärke keinesfalls in seiner Führung, sondern in der Gemeinschaft und einer daraus hervorgehenden glasklaren Haltung liegt.

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