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DFB-Team: Schlimmer geht immer – so kann die Mannschaft noch mieser werden

Robin Gosens Deutschland - Freundschaftsspiel Deutschland vs. Japan in der VW Arena in Wolfsburg - Aktion,Fußball,Mann,Männer,Deutschland,09.09.2023 *** Robin Gosens Germany friendly match Germany vs  ...
Gegen Japan kassierte das DFB-Team die dritte Pleite in Folge.Bild: IMAGO / Christian Schroedter
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Verbessern kann jeder: Mit diesen fünf Ideen steht das DFB-Team noch mieser da

12.09.2023, 15:16
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Die Köpfe hängend, die Gesichter in den Händen versteckt. Von den Rängen Pfiffe, auf der Bank entgeisterte Blicke. Gut neun Monate nach dem blamablen WM-Aus wiederholten sich in Wolfsburg die Bilder, als Schiedsrichter João Pinheiro mit seinem Schlusspfiff das 1:4-Debakel gegen Japan besiegelte.

Keine 24 Stunden später musste Hansi Flick seinen Hut nehmen. Seit Monaten hatte er in der Kritik gestanden, seit der Veröffentlichung der Amazon-Doku "All or Nothing" noch mehr. Wie der DFB und seine Nationalmannschaft selbst. Die Positionierung zur WM in Katar, die Regenbogenbinde, Ärger mit dem Finanzamt und Rudi Völlers Meckern über Gendern sowie Klimaaktivismus. Die Liste ließe sich fortsetzen, dies soll aber keine Chronik des Niedergangs werden.

Eben jener ist in den letzten Jahren allerdings nicht wegzudiskutieren. Vom Fußball-Weltmeister, gesegnet mit zahlreichen Talenten in allen Altersklassen, geschätzt und gefürchtet in aller Welt, hat sich der DFB in ein Meme verwandelt. Zu einem Verband, der bei zwei WM-Endrunden in Folge bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden ist.

Veränderungen müssen her, und zwar drastische. Wobei das nicht unbedingt gut sein muss. Auf Grundlage der vielen suboptimalen Entscheidungen in den vergangenen Jahren liefern wir fünf Ideen, wie es noch schlechter laufen könnte. Aber Achtung, ganz ernst gemeint sind die nicht. Echte Verschlimmbesserungen eben!

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Goleo als Nationaltrainer

Die Suche nach einem Flick-Nachfolger gestaltet sich bis dato schwierig. Jürgen Klopp ist nicht verfügbar, Roger Schmidt viel zu teuer und Felix Magath wäre selbst uns zu viel Satire. Goleo, das weltweit beliebte Maskottchen von der Heim-WM 2006, wäre hingegen die perfekte Lösung.

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Goleo begeisterte die Fußball-Welt 2006 als WM-Maskottchen.Bild: dpa / Achim Scheidemann

Er hat momentan keinen Arbeitgeber, ist also ablösefrei verfügbar. Das DFB-Team wäre auf einen Schlag wieder populär, denn niemand liebt Goleo nicht. Und zu guter Letzt kennt der Löwe, dessen Budget bis dato lediglich ein Shirt und ein Paar Fußballschuhe hergab, die öffentliche Aufmerksamkeit für seinen Schritt bereits bestens. Kein unwichtiges Thema als Bundestrainer, oder Herr Löw?

Ungenutzte Potentiale bei den Trikots

Seit über 60 Jahren arbeitet die deutsche Nationalmannschaft mit Adidas zusammen, der Ausstatter stellte zunächst Schuhe, später auch die Trikots. Es ist eine der traditionsreichsten Kooperationen im internationalen Fußball. Für Tradition aber ist im modernen Business nicht mehr viel Platz, blockiert sie doch ungenutzte Potenziale.

So würde ein Ausstatterwechsel hin zum chinesischen Fast-Fashion-Unternehmen Shein dank der niedrigen Produktionskosten höhere Gewinnmargen ermöglichen. Oder man gibt den niedrigeren Preis an die Fans weiter, verkauft so mehr Shirts. Höhere Gewinnmargen also!

Im selben Zuge kann man dann auch die Trikotbrust endlich mal angehen. Die ist bis dato noch leer, dabei könnte doch hier ein zahlungskräftiger Sponsor werben. Red Bull oder Qatar Airways etwa haben bereits große Erfahrungen im Fußball gesammelt, zahlen immer pünktlich. Die Fifa, die Werbung auf den Trikots von Nationalmannschaften bis dato verbietet, ließe sich bestimmt mit einem Gewinnanteil von einer Änderung der Regularien überzeugen.

Neuer Rahmen für Länderspiele

Egal ob in Wolfsburg, Gelsenkirchen oder Köln, die ganz große Stimmung kommt bei deutschen Länderspielen eigentlich nie auf. Höchstens zur Halbzeitpause oder zum Schlusspfiff, wenn die Fans ihrem Unmut freien Lauf lassen. Die logische Konsequenz: Partien ins Ausland verlagern.

In Singapur etwa würden sich die Menschen bestimmt freuen, auch mal das DFB-Team zu sehen. In Nordamerika und im Nahen Osten gibt es garantiert auch Interessenten. Die größten Fußballvereine absolvieren dort jedes Jahr stets ihre Vorbereitung — und die haben damit ja auch Erfolg!

July 23, 2022: Several players from both teams engage in a skirmish during the Soccer Champions Tour 22 featuring Real Madrid CF vs FC Barcelona, Barca at Allegiant Stadium in Las Vegas, NV. FC Barcel ...
Das Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona elektrisierte im Sommer die Fans in den USA.Bild: IMAGO / ZUMA Wire

Wenn man schon den Rahmen der Länderspiele angeht, kann man auch direkt das Übertragungschaos beseitigen. ARD? ZDF? RTL? Da blickt doch kein Fan mehr durch! Und welcher junge Fan nutzt denn überhaupt noch einen Fernseher? Die Jugend ist bei Twitch unterwegs, da muss der DFB endlich nachziehen. Die Partien werden dann von Eligella kommentiert. Und Rudi Völler lässt sich nach den Spielen auf keine Diskussionen mehr mit Waldemar Hartmann ein, erwidert jetzt nur noch: Was denn Großer?

Altersgrenze einführen

Es mag diskriminierend anmuten, Personen aufgrund eines gewissen Alters auszuschließen. Aber was bei Deutschlands Schiedsrichter-Elite mit einer entsprechenden Regel festgehalten ist, kann für die Nationalmannschaft auch nur bereichernd sein. Zumal sich das junge Publikum mit Ü30-Leuten ohnehin nicht identifizieren kann.

Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen? War nett mit euch! Thomas Müller? Die Sprüche kann eh keiner mehr hören. İlkay Gündoğan? Sein CL-Sieg liegt auch in der Vergangenheit. Stattdessen sollten lieber ebenso hoffnungsvolle wie beliebte Youngster nominiert werden. Niklas Sommer oder Delay-Sports-Star Sidney Friede hätten garantiert Zeit.

Fußball wieder einfach spielen

Inverse Außenverteidiger? Diametral abkippende Sechser? Falsche Neunen? Das versteht doch keiner mehr! Zuletzt schienen gar die Profis selbst mit den Überlegungen von Ex-Trainer Flick überfordert zu sein. Die Experimente fruchteten so nicht.

Die Lösung ist ebenso einfach wie genial: Das DFB-Team muss wieder simplen Fußball spielen. Aus einer kompakten Fünferkette heraus wird das Leder lang nach vorne geprügelt, Niclas Füllkrug und Kevin Behrens (die Altersgrenze muss hier ausnahmsweise aufgehoben werden) schädeln die Pille vorne rein.

Dahinter räumen Robert Andrich und Anton Stach auf, tun den Gegnern dabei noch richtig weh. So wird das DFB-Team wieder gefürchtet, so wird es wieder erfolgreich. Zumindest in irgendeinem Paralleluniversum.

DFB-Team: Trainer-Legende Felix Magath wagt klaren Ausblick auf Heim-EM

Weniger als 120 Tage müssen sich die Fußball-Fans in Deutschland noch gedulden. Dann steigt mit der Europameisterschaft 2024 das nächste Heim-Turnier im Fußball seit dem Sommermärchen von 2006. Unter dem Motto "Vereint im Herzen Europas" soll die EM zum absoluten Erfolg für Deutschland als Gastgeberland werden.

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