Sport
Fußball International

DFB-Team: Bernd Leno enthüllt kuriose Androhung von Ex-Verein Arsenal

19.11.2019, Fussball, Länderspiel, EM Qualifikation, Gruppe C, 10. Spieltag, Deutschland - Nordirland, in der Commerzbank-Arena Frankfurt am Main. v.l. Nico Schulz Deutschland, Toni Kroos Deutschland, ...
Nico Schulz (v.l.), Toni Kroos, Marc-André ter Stegen, Matthias Ginter, Bernd Leno und Timo Werner nach einem Spiel mit der Nationalmannschaft. Bild: imago images / mis
Fußball International

Nach Wechsel im Sommer: DFB-Star enthüllt kuriose Androhung von Ex-Verein

02.02.2023, 12:56
Mehr «Sport»

Verträge sind dafür da, um sie einzuhalten. So einfach lautet eine Regel, die im Fußball allerdings oft nicht Bestand hat. Möchte ein Spieler einen Klub verlassen, kommt es immer wieder vor, dass der Profi nicht zum Training erscheint, zu spät ist oder lustlos auftritt. Er versucht, einen Wechsel zu provozieren.

Andererseits sind auch Vereine nicht unschuldig. Sie verbannen einen Spieler auf die Tribüne oder schließen ihn vom Trainingsbetrieb aus, wenn er nicht mehr zur sportlichen Ausrichtung des Klubs passt.

Ungefähr so scheint der Abgang von Bernd Leno vom FC Arsenal im vergangenen Sommer zum FC Fulham abgelaufen zu sein, wie der 30-Jährige nun im "Kicker"-Interview verrät.

Neu: dein Watson-Update
Jetzt nur auf Instagram: dein watson-Update! Hier findest du unseren Broadcast-Channel, in dem wir dich mit den watson-Highlights versorgen. Und zwar nur einmal pro Tag – kein Spam und kein Blabla, versprochen! Probiert es jetzt aus. Und folgt uns natürlich gerne hier auch auf Instagram.

Der neunmalige Nationalspieler erklärt: "Die Situation war die, dass der Verein gesagt hatte, mit jungen Spielern weitermachen zu wollen." Leno selbst habe mit 30 Jahren nicht mehr dazu gehört.

"Wenn man dann selbst nur noch ein Jahr Vertrag hat, dann ist es eine spezielle Konstellation. Wenn der Verein dir zu verstehen gibt, dass du gar nicht mehr mit der Mannschaft trainieren wirst und andere solche Dinge, dann muss man das eben akzeptieren", fügte er an.

Bereits in der vergangenen Saison hatte Leno seinen Stammplatz an Aaron Ramsdale verloren. Der 24-jährige englische Nationalkeeper kam im Sommer 2021 für 28 Millionen Euro von Sheffield United und sorgte dafür, dass Leno in der Saison 2021/22 gerade mal auf nur acht Einsätze kam. Daher sollte er im vergangenen Sommer dann Arsenal verlassen.

Als Flucht sieht der ehemalige Leverkusener seinen Wechsel zu Fulham aber nicht. Er stellt klar: "Es war ein Vereinswechsel und keine Flucht." Dass er von Arsenal zu verstehen bekommen hat, dass er nicht mehr mit der Mannschaft trainieren dürfe, bezeichnet er als "Teil des Geschäfts".

"Es hätte mir ja auch nichts gebracht zu sagen: Ich chille hier jetzt ein Jahr und nehme das Geld mit – und am Ende bin ich dann komplett weg vom Fenster", stellt Leno für sich fest. Abschließend zur Wechselthematik betont Leno, dass er "sehr zufrieden" sei und dass der Wechsel zu Fulham "der richtige Schritt" für ihn sei.

"Da muss die Bundesliga auf Dauer wieder versuchen, wettbewerbsfähiger zu werden."
Laut Bernd Leno besteht die Gefahr, dass die Bundesliga zur Ausbildungsliga wird

Neben seinem Transfer zu Fulham spricht der Torhüter aber auch eine Warnung an die Bundesliga aus. Demnach müssten die Klubs aufpassen, dass sich die deutsche Liga "nicht zur reinen Ausbildungsliga entwickelt". Er nennt als Beispiele Christopher Nkunku von Leipzig und Moussa Diaby von Bayer Leverkusen. Nkunku wird im Sommer wohl zu Chelsea wechseln, über Diaby sind immer wieder Wechselgerüchte im Umlauf.

Leno sieht die Gefahr, dass die Liga immer wieder gut ausgebildete Spieler beispielsweise an die Premier League verliert. "Da muss die Bundesliga auf Dauer wieder versuchen, wettbewerbsfähiger zu werden. Damit die Topspieler auch mal langfristig in Leipzig oder Leverkusen bleiben und damit diese auch auf Dauer mit den Bayern konkurrieren", fordert Leno.

Copa América 2024: Chaos beim Finale – Mutter von Argentinien-Star schildert Horrorszenen

Nicht nur das europäische Kontinentalturnier ging am Sonntag mit dem Finale zu Ende, auch in Nord- und Südamerika spielten Argentinien und Kolumbien im Endspiel der Copa América um den Titel.

Zur Story